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Wurzen Fürs kleine Auto noch zu klein
Region Wurzen Fürs kleine Auto noch zu klein
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05:00 14.04.2010
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die gute Fee entsprechend Geld locker machen. Da in dieser Zeit jedoch ganz viele Wünsche auf die Zauberin einströmten, brachte sie offensichtlich einiges durcheinander. Statt eines Klos für das Domizil der Retter schickte sie ihnen ein neues Auto. Zwar bemerkte sie den Lapsus schnell und wusste auch, dass eigentlich eine andere Wehr auf ein Auto wartete. Doch rückgängig zu machen ging das Ganze nicht. Da half es auch nichts, dass die Feuerwehrleute, erklärten: „Unser Haus ist für ein neues Fahrzeug viel zu klein." Der Wunsch war nun einmal ausgesprochen. Da fehlte es noch, dass Beschenkte über den Sinn der Gaben nachdenken!

Nun wollten die Kameraden nicht undankbar sein und suchten gemeinsam mit den Feuerwehrleuten der großen Nachbarwehr nach Lösungen. „Wenn wir das kleine Auto noch kleiner machen, wenn wir zum Beispiel kleinere Räder anbauen lassen und auch den Aufbau minimieren, müsste es passen", dachten sich die Kameraden und begannen zu messen und zu tüfteln. Sie rollten mit anderen kleinen Fahrzeugen Probe ein und aus durchs Garagentor und ließen sich schließlich ganz zuversichtlich von der entsprechenden Spezialfirma ein kleines Fahrzeug für das kleine Gerätehaus bauen. Mit den Monaten hatten sich die Burkartshainer auch fast ausgesöhnt mit der verqueren Wunscherfüllung. Langsam wuchs sogar so etwas wie Vorfreude aufs neue Gefährt, auch wenn das Problem um die fehlende Toilette nicht mit dem Wasser des Mühlbachs davon geplätschert war.

Entsprechend erfreut war dann auch die Reaktion, als die Autobauer nach Burkartshain signalisierten: „Euer Fahrzeug ist fertig." Die Kameraden machten sich auf den Weg, holten das Auto in heimische Gefilde. Die kleinen Räder rollten wie große. Für Ende des Monats war die feierliche Übergabe geplant.

Doch als das Fahrzeug vor wenigen Tagen erstmals probeweise in seine Garage rollen sollte: Die Ernüchterung.Das kleine Feuerwehrauto war zu groß. Es passte nicht ins kleine Gerätehaus. Alles Messen und Tüfteln war umsonst. Für die Schiebeleiter fehlen einige Zentimeter. „Was nun?", fragen sich die Burkartshainer Feuerwehrleute. „Soll das Auto draußen bleiben?" Manchem der Kameraden erschien das schon als Chance, die gute Fee doch noch umzustimmen. Vielleicht nahm sie das Auto zurück, tauschte es gegen ein WC? Vielleicht gab es einen Bonus und das Gerätehaus würde vergrößert, damit das neue Auto doch Platz hat? Vielleicht...?

Doch statt eines gefüllten Fördermittelkässchens und großzügiger Baupläne bekommen die Burkartshainer nun robuste Schaufeln und Hacken in die Hand. Damit sollen sie den Betonfußboden des Gerätehauses entfernen und so das kleine Gebäude groß genug für das kleine Auto machen. Und beeilen sollen sie sich auch noch, denn der Termin der offiziellen Übergabe am Monatsende soll eingehalten werden. „Das alles ist doch ein Griff ins Klo" schimpfen die Burkartshainer und lachen dann doch. Denn ein Klo haben sie nicht...

 

 

Conny Hanspach

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