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Fusion: Schritt der Vernunft

Fusion: Schritt der Vernunft

Hohburg. Mit einer Gegenstimme segnete der Gemeinderat Hohburg die öffentliche Auslegung der Vereinbarung zur Fusion von Falkenhain und Hohburg ab.

. In der Diskussion zeigte sich am Mittwochabend, dass die Parlamentarier den Zusammenschluss eher als Schritt der Vernunft werten. Beißen sie nicht freiwillig in den sauren Apfel, schwebt das Damoklesschwert einer Zuordnung zu Wurzen über der Gemeinde.

Am Montag hatte der selbe Beschluss ebenfalls mit einer Ablehnung im Falkenhainer Rathaus das Dorfparlament passiert. Punkt für Punkt ging

Bürgermeister Uwe Weigelt am Mittwoch im Feuerwehrgerätehaus Lüptitz noch einmal auf Änderungen ein, die nach acht Bürgerversammlungen und Hinweisen der Rechtsaufsicht in den Entwurf eingearbeitet wurden, er inzwischen in der siebenten Version vorliegt.

In der anschließenden Diskussion bekannte Gemeinderat Claudius Müller (Freie Wählervereinigung) unumwunden, dass er von der ganzen Sache „nicht so überzeugt" sei, und sich dagegen aussprechen werde. „Wir haben es uns nicht einfach gemacht und uns lange mit dem Problem auseinandergesetzt", betonte Peter Brendler (SPD). „Wenn wir jetzt die Zustimmung verweigern, verlieren wir unsere Glaubwürdigkeit", bekräftigte auch Winfried Kluge (SPD) seine Zustimmung und prognostizierte „sonst sind wir in drei Jahren in Wurzen". In Richtung Fusion sprach sich auch Hennig Grigat (CDU) aus, der Müller zur Vorsicht mahnte. „Für mich überwiegt der Eindruck, dass die Bürger die Fusion unterstützen", berief sich Matthias Haase (SPD) auf die Stimmung bei den Einwohnerversammlungen zum Zusammenschluss. Rudolf Keymer (Die Linke) hatte an allen acht Zusammenkünften teilgenommen und zeigte sich überrascht, dass die Bürger dem geplanten Schritt „so positiv" gegenüber ständen.

„Mir geht die Fusion zu schnell, zu überstürzt. Aber wenn wir dagegenstimmen, zeigen wir Schwäche. Das ist nach außen nicht gut", fühlte sich Jörg Wendt (Freie Wählervereinigung) zwischen Baum und Borke. Weigelt gab in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass am Mittwoch noch kein endgültiger Beschluss gefasst werde, sondern der Textentwurf nur zur Auslegung zur Debatte stehe.

Rosemarie Zander (Die Linke) hielt nicht damit hinter dem Berg, dass sie die Bedenken von Müller nachvollziehen könne. Doch Selbstständigkeit sei politisch nicht gewollt. Der Gemeinderat sei unter Zugzwang gewesen, denn 2013 werde in Dresden entschieden. „Wirtschaftlich sind wir mit 2800 Einwohnern eine kleine Gemeinde. Da weiß man auf Dauer nicht, wie man den Bürgermeister finanzieren soll", gab Kluge zu bedenken. Wenn sich Hohburg jetzt nicht der Fusionsproblematik stelle, habe das Dorf am Ende das Nachsehen. Die Gemeinde stehe so da, dass sie weiterexistieren könne, aber sie sollte sich der Fusion stellen, machte auch Grigat seinen Standpunkt deutlich und sprach in diesem Zusammenhang mit Blick auf die Staatsregierung von „freiwilligem Zwang".

Der Entwurf der Fusionsvereinbarung wird in der Zeit vom 23. Mai bis zum 22. Juni in beiden Rathäusern öffentlich ausgelegt.

Ingrid Leps

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