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Wurzen Gaudi beim Fischerfest in Altenbach
Region Wurzen Gaudi beim Fischerfest in Altenbach
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05:00 11.10.2010
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Wie, erklärte Gerold Leine als stellvertretender Vereinschef, der als Organisator für das Geschehen gewissermaßen die Angel auswarf, um sich für das volksfestartige Spektakel Verbündete wie Händler und Gewerbetreibende an Land zu ziehen. „Der Dorfteich ist Gemeindeeigentum. Als Verein haben wir das Gewässer nur gepachtet. Wenn Sie so wollen, als Alibi für unser Fischerfest, denn irgend einen Namen muss das Kind ja haben." Auch Knirpse kamen durch Schausteller rund um das „Am Heller" aufgestellte Festzelt auf ihre Kosten, letztlich die ganze Familie. Doch noch einmal zurück zum Fang, der bei den Hobbyfischern Aufsehen erregte. Immerhin gingen 65 Karpfen ins Netz. Aber den Großteil, um genau zu sein 50 Stück, mussten die Fischer wieder aussetzen. Die hatten noch nicht einmal 1000 Gramm hinter den Kiemen und dürfen damit nicht als Schlachttier gefangen werden. Die anderen Karpfen indes brachten über zwei Kilo auf die Waage. Dass die Netze der Fischer unterschiedlich große Maschen haben können, sprich Freud und Leid dicht beieinander liegen, manifestierte die weitere Fangbilanz. „Wir haben drei stattliche Aale im Kescher und vier Hechte", freute sich Leine. Im gleichen Atemzug verkündete er, dass ein kapitaler Wels flüchtig sei. Was heißt hier flüchtig? „Den hatten wir schon letztes Jahr im Netz, setzten ihn aber wieder aus. Natürlich mit der Hoffnung auf den erneuten Fang dieses Jahr. Aber offenbar ist uns der Wels durch das Hochwasser auf und davon geschwommen."

Nein, davon machten die etwa 45 Vereinsmitglieder, darunter viele Zugezogene, wie sich Leine freute, nicht den Erfolg des Festes abhängig. Auch könne das nicht das eigentliche Vereinsziel in Frage stellen. Nämlich für die Orte Altenbach, Leulitz und Zeititz die ländliche Tradition zu wahren. Beispielsweise mit dem Binden der Erntekrone Ende September, die zum Ernteball Anfang Oktober präsentiert wurde. Ob auch das Gummistiefel-Weitwerfen zur ländlichen Tradition zählt? Das jedenfalls beherrschte den Nebenschauplatz des Festes. Und zwar mit beachtlichen Ergebnissen im Nachwuchsbereich. Der erst 14-jährige Gunnar Faltin katapultierte das Wurfgerät über 30 Meter und damit deutlich weiter als der beste Mann. Bloß gut, dass die Stiefel leuchtend gelb waren und zumindest so in Sichtweite blieben. Im nächsten Jahr sei übrigens ein Entenrennen auf dem Saubach geplant.

Frank Schmidt

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