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Wurzen Gebührenpflicht fürs Parken im Wurzener Zentrum
Region Wurzen Gebührenpflicht fürs Parken im Wurzener Zentrum
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06:00 20.08.2016
Die Wurzener Stadtverwaltung setzt in Zukunft auf Kurzzeitparken und Gebührenpflicht im Stadtzentrum. (Symbolfoto) Quelle: Leipzig report
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Wurzen

Die Stadtverwaltung setzt in Zukunft auf Kurzzeitparken und Gebührenpflicht im Stadtzentrum. Das geht aus einem Parkkonzept hervor, welches die Verwaltung erarbeitet hat. Über den Inhalt sollen die Mandatsträger des Technischen Ausschusses am 24. August nicht öffentlich erstmals debattieren, alle Stadträte dann voraussichtlich zu ihrer öffentlichen Parlamentstagung am 7. September die Expertise verabschieden.

Stadtsprecherin Cornelia Hanspach informierte jedoch über Eckpunkte des Papiers unter der Überschrift „Parken in der Innenstadt nicht mehr zum Nulltarif“ bereits am Donnerstagabend auf der Facebookseite der Stadt Wurzen und entfachte damit im sozialen Netzwerk eine rege Diskussion. Schließlich will das Stadthaus mit dem neuen Regelwerk „manche Gewohnheit auf den Kopf stellen, denn so leger wie bislang dürfte es dann nicht mehr möglich sein, sein Kfz in der Innenstadt abzustellen“. Und kostenfrei schon gar nicht, so Hanspach.

Momentan stehen knapp 200 Kurzzeitparkflächen etwa 300 Stellplätzen für Dauerparker gegenüber. Gerade jene Areale seien oft morgens bis nach Geschäftsschluss zugeparkt. Deshalb denke die Kommunalbehörde über ein verändertes Parkregime nach – die Erweiterung der Kurzzeitparkplätze. Zwar werde es nach Umsetzung „noch einige Dauerparkplätze geben“, fügte Hanspach an. Aber nicht mehr auf dem Domplatz. Indes räumt das Stadthaus weiterhin kostenloses Parken ein. Laut Vorschlag zwei Stunden mit Parkuhr hinter der Frontscheibe. „Diese Stellflächen befinden sich nicht auf dem Marktplatz.“ Mit Blick auf die Bedürfnisse der Anwohner des Zentrums hieß es: Abends und am Wochenende dürfte vor der Haustür Platz sein, da das Kurzzeitparken wochentags meist nur zwischen 9 und 18 Uhr gelte. Bei Parkgebühren plant die Verwaltung eine Staffelung. Im Zentrum kostet die Stunde 80 Cent, billiger wird’s zu den Randzonen hin – „überwiegend 50 Cent“. Genauso viel müssen Autofahrer übrigens für eine Stunde im Parkhaus mit Zufahrt von der Dresdener Straße aus berappen. Der Tageshöchstsatz betrage drei Euro. Ziel sei es, dass das Parkhaus in der Gunst der Autofahrer steigt. Hanspach zuletzt: „Eine Brötchentaste, die es ermöglicht, mit gezogenem Parkschein die ersten zehn Minuten frei zu parken, ist ebenfalls Bestandteil des Konzepts.“

Die ersten Reaktionen auf die Veröffentlichung im digitalen Netz sind ganz unterschiedlich, schwanken zwischen Lob und Kritik. So befürchten einige Leser, dass das kostenpflichtige Parken vor allem Kunden der Innenstadt vertreibe. Mit Erstaunen registrierte überdies Stadtrat Kay Ritter (CDU) die Nachricht auf Facebook. „Tolle Sache, dass der Technische Ausschuss die Unterlagen hat und der Rest des Rates es vorab über Facebook erfährt.“ Hanspach verteidigte das Vorgehen mit den Worten: „Wenn wir die Entscheidung der Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen wollen, ist es viel anders nicht möglich.“

„Große Leistung. Ein Parkkonzept ohne Verkehrskonzept“, schrieb ein weiterer Kommentator. „Fällt mal wieder nichts weiter ein, als einen Automaten aufzustellen und Gebühren zu zocken.“ Und: „Wenn sogar schon die Parkgebühren feststehen, dann ist am Gesamtkonzept nichts mehr zu ändern.“

Von Kai-Uwe Brandt

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