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Wurzen Geithainer Gymnasiasten tauschen Klassenzimmer gegen Unternehmen
Region Wurzen Geithainer Gymnasiasten tauschen Klassenzimmer gegen Unternehmen
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20:03 03.05.2018
Termine wahrnehmen, anschließend alles schreiben: Johannes Stein hat in den Alltag der LVZ-Redaktion reingeschnuppert. Quelle: André Neumann
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Zwei Wochen das Klassenzimmer gegen ein Büro oder eine Werkshalle tauschen: Die neunten Klassen des Internationalen Gymnasiums Geithain hatten dazu Gelegenheit. Die Praktika führten die Mädchen und Jungen in vollkommen verschiedene Bereiche. Johannes Stein, der als Nachwuchsreporter für die Bornaer Redaktion der LVZ unterwegs war, hat sich bei Mitschülern umgehört, was sie erlebt haben.

Gitarrist schnuppert bei Label für Vocalmusik

Ein Praktikum, bei dem ich mein Musik-Wissen erweitern kann – mit diesem Vorsatz entschied sich Nils Wengler für ein zweiwöchiges Schnuppern bei der „Rondeau Production“ im Tonstudio in Leipzig. Das Interesse dafür kommt nicht von ungefähr: Seit Jahren spielt der Jugendliche Gitarre. Zu seinen Aufgaben bei Rondeau Production, ein Label für Vokalmusik, gehörte der Einsatz im Online-Shop. Er sortierte CDs in Regale und verpackte sie für den Versand. Das wichtigste und interessanteste aber für ihn war die Mitwirkung bei einer Musik-Produktion, ein Chor hatte ein Album aufgenommen. Die zwei Wochen waren für ihn so einprägsam, dass er sich vorstellen kann, später hier zu arbeiten.

Zukunft in den Städtischen Werken Borna

Genau so begeistert wie Nils war auch Jordan Kellner. Er absolvierte sein Praktikum bei den Städtischen Werken in Borna. „Durch meine Mutter, die hier arbeitet, hatte ich keine großen Schwierigkeiten bei der Anmeldung“, sagte er. Seiner Meinung nach war es gut, dass er von seiner Schule die Möglichkeit bekam, schon mal in Richtung Zukunft zu blicken und das Arbeiten näher kennenzulernen. Das Erkunden der einzelnen Bereiche bei den SWB waren für ihn das wichtigste.

Hinter den Kulissen der Elektro-Schaltanlagen

Bei den Elektro-Schaltanlagen in Grimma absolvierte Benjamin Schön sein Praktikum. „Dateien am Computer sortieren, Prüfen der Arbeit der Bahnabteilung oder das Erstellen von Mitarbeiterlisten: Das alles war für mich kein Problem“, meinte der Gymnasiast. Zu seinen Aufgaben zählten aber auch eher ungewöhnliche: Er war unter anderem zuständig für die Organisation des anstehenden Sommerfestes, wozu er noch ein Werbeplakat erstellte.

Test für den Berufswunsch Lehrer

Nicht ganz von der Schule lassen wollte Annalena Kunert. Sie entschied sich für ein Betriebspraktikum in der Grundschule Frohburg, wo sie typische Aufgaben eines Lehrers zu erfüllen hatte. Und die reichten von der Stundenvorbereitung über das Unterrichten bis hin zur Hilfestellung, wenn Kinder Schwierigkeiten bei Aufgaben hatten. Aber auch andere Pflichten standen auf ihrem eigenen Stundenplan. So hatte sie für die Fest-Vorbereitungen der Schul-Aula zu sorgen. Lehrer als Beruf? Die Antwort fällt der 15-Jährigen leicht: Ja.

Praktikum nicht so anstrengend wie Schule

Für die Mietra Schließfachanlagen in Bad Lausick entschied sich Jeremy Köbernik. Hier bekam er ebenso Einblicke in die Abteilung Mieterservice wie ins Marketing. Nach eigener Aussage fand er es nicht so sehr anstrengend wie Schule, aber dennoch interessant und Informationsreich. Allerdings ist sich der 15-Jährige noch unsicher, wo und als was er später arbeiten möchte.

Von Johannes Stein

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