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Wurzen Geldregen für Brandiser Vereine
Region Wurzen Geldregen für Brandiser Vereine
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11:08 10.04.2018
Für die Förderung der Vereine griff die Stadt Brandis wieder tief ins Stadtsäckel. Quelle: LVZ-Archiv
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Brandis

Brandis und seine Ortsteile zeichnen sich durch ein reges Vereinsleben aus, auch weil die Stadt den Vereinen über ihre Kultur- und Sportförderrichtlinie nach ihren Möglichkeiten kräftig unter die Arme greift. So langte der Kultur- und Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung insgesamt achtmal ins Stadtsäckel.

Obenan auf der Liste: der Sportclub Polenz. Er wird auch beim Bau des dritten Zaunabschnittes mit Tür und Feuerwehrzufahrt auf der Südwestseite des Sportplatzes unterstützt. Gefördert werden 50 Prozent der Kosten, maximal 5967 Euro. Allerdings zwingt die Stadt auch zum kostenbewussten Umgang mit den Mitteln – mindestens drei Angebote sind einzuholen und das wirtschaftlichste zu nehmen.

Geschenke im Voraus gab es für den Männerchor Polenz 1878, der im September 140. Geburtstag feiert, und den Frauenchor Polenz, der seit zehn Jahren besteht. Die Pauschale von je 300 Euro ergänzen je 200 Euro Honorar für Auftritte bei städtischen Events. Klar, dass die Ensembles dafür zum Stadtmusikfest kostenlos trällern. Antje Busch-Sandmann (Bürgerverein) regte an, auf Plakaten den Fördermittelgeber zu erwähnen. „Gute Idee“, befand Bürgermeister Arno Jesse (SPD). Das, so René Fleck, im Rathaus für Schulen/Kita/Jugend/Kultur zuständig, stehe übrigens schon in den Richtlinien. „Wir kontrollieren nur nicht.“

Die Förderung ist übrigens kein Selbstläufer. Nicht ein Antrag des Musikvereins wurde positiv beschieden. Zusätzlich zur pauschalen Förderung der Kinder- und Jugendarbeit – 2480 Euro, 20 Euro pro Kind – sowie Honorar für Auftritte von Nachwuchsorchester oder Teenie Dance Band wollte der Verein noch eine Förderung der Jugendtanzgruppe. „Beides geht nicht“, so Fleck. Die Entscheidung wurde verschoben, wie auch die zum Erwachsenenchor Zwischentöne.„Dessen Programm ist im Vergleich zu anderen Chören sehr mager“, monierte Fleck. „Hier muss nachgebessert werden.“ Auch für die Aufnahme eines japanischen Orchesters in Brandis während des internationalen Blasmusikfestes in Grimma gibt es nichts. Fleck vermisste die Nachhaltigkeit und warnte davor, eine Tür zu öffnen. Auch Hans Ross (BV) sah hier eher Grimma als Veranstalter in der Pflicht.

Keine Diskussion dagegen zur Musikarche, Domizil auch des Musikvereins. Die Stadt übernimmt auch für 2017 die Darlehenszinsen für den Neubau – 6177 Euro. Die Arche verpflichtet sich zu eigenen Einnahmen und Räume kostenlos für städtische Veranstaltungen bereitzustellen. Auch eine Veranstaltungsreihe wird in Höhe von 25 Prozent der Ausgaben, maximal 675 Euro bezuschusst.

Über einen warmen Geldregen freut sich auch der Heimatverein Polenz. Für ein Dorffest anlässlich der Geburtstage der Chöre und der Feuerwehr reicht die Stadt 750 Euro, einen Euro pro Einwohner, aus. Mehr aufgrund der Festehäufung lehnte Fleck ab. „Wir fördern Jubiläen nur in 25er-Schritten, alles andere wird zu viel.“ Außerdem verwies er auf Sachleistungen, wie den Einsatz des Bauhofes.

Weitere Nutznießer der Richtlinie sind die Kirchgemeinden. Die Konzerte der Brandis-Polenzer werden mit 300 Euro unterstützt, eine Erhöhung rechtfertige das Programm nicht, so Fleck. 1000 Euro sind es hingegen für Beucha-Albrechtshain. Den Konzerten hier bescheinigte Jesse „große Strahlwirkung“.

Von Ines Alekowa

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