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Wurzen Gelungene Premiere für Brandiser Wichtelmarkt
Region Wurzen Gelungene Premiere für Brandiser Wichtelmarkt
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15:49 07.12.2014
Brandiser im Wichtelfieber: Natalie Denz, Christoph Vogel und Laura Griesbach vom örtlichen Gymnasium verkaufen Mützen. Quelle: Ingrid Hildebrandt
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Brandis

Heraus kam ein frischer, bunter Mix aus Tradition und Moderne. Vor der Bühne luden Weihnachtslieder zur stillen Einkehr oder zum lauten Mitsingen, an den geschmückten Ständen und Buden lockten Süßes und Herzhaftes zum Genießen, in den Geschäften warteten Bastelspaß und Wichtelquiz zum Mitmachen. Und überall trafen sich Freunde und Bekannte zum Lachen, Plaudern oder Glühwein genießen.

"Da wird einem warm ums Herz", bekannte Thomas Blankenburg "und das liegt nicht nur am Glühwein". "Es ist einfach mehr los als früher", lobte Benjamin Self. "Alles ist viel besser", so der Brandiser. "Viel, viel, viel besser", setzte Lisa-Marie Wahl noch ein paar Lobeshymnen drauf: "Belebter, wärmer, freundlicher, gemütlicher." "Mit dem neuen Bürgermeister kam auch neuer Schwung", war die Freundesrunde einer Meinung.

Brandis. Die Mitte macht's: Was für ein fröhliches Gedränge am Samstag zum 1. Brandiser Wichtelmarkt in der Hauptstraße. Kein Wunder - die kleinen Wesen hatten die Veranstaltung vergangener Jahre gehörig aufgewirbelt. Heraus kam ein frischer, bunter Mix aus Tradition und Moderne.

Frischer Schwung kam vor allem auch von den Brandiser Einzelhändlern, welche den 1. Wichtelmarkt gemeinsam mit dem örtlichen Regionalverein ins Leben riefen. "Sie hatten die Idee. Und heute bringt sich jeder auf seine Weise ein", freute sich Stadtoberhaupt Arno Jesse mit ihnen: "Die Händler laden zum Bummel durch die Geschäfte; Brandiser aus allen Ortsteilen kommen zum gemeinsamen Feiern zusammen." Ein gutes Zeichen dafür sei, dass die Polenzer Chöre den 1. Wichtelmarkt eröffneten. Überhaupt machte das singende, klingende Brandis seinem Ruf alle Ehre: Ob Gospel- oder Kinderchor, ob Musikverein oder Musikhaus - es wurde musiziert, dass die Ohren klangen. Mittendrin war immer wieder ein anerkennendes "Ho-Ho-Ho!" zu hören. Denn Wichtelfieber her oder hin - der Weihnachtsmann ließ sich seinen traditionellen Auftritt natürlich nicht nehmen; im Gefolge kleine Wesen mit Zipfelmützen, die vergoldete Walnüsse an die Besucher verschenkten.

So gestärkt ging es auf Rundgang durch die Geschäfte der Hauptstraße. "Es ist ein Traum, ein richtiger Traum", freute sich Bäckerin Veronika Kablitz über den Andrang in den Läden. Süßes Baklava-Gebäck aus dem Bistro Haci-Baba ließ sich Schülerin Jennifer Keyselt nach dem Probespielen in der Musikschule Mund schmecken. Doch egal ob jung oder alt -allen Besuchern sah man die Vorfreude an, was wohl im nächsten Geschäft auf sie wartete: Textiler Baumschmuck bei der Firma Fichtner, altes Spielzeug im Kosmetikinstitut, lebendige Schaufensterpuppen im Mode-Eck oder eben Wichtelmützen beim Regionalverein. Ein drei Tage altes Lämmchen von der Polenzer Schäferei entzückte im Fachmarkt Landschreiber nicht nur Mädchen wie Willeswinda oder Jungs wie Emil oder Marlon, sondern auch die ganz Großen. Erstmals beteiligte sich das Schloss Brandis am Geschehen. "Wir verkaufen Stollen und Brandiser Schlossglühwein", lud Thomas Kastell von der RS Schlossresidenz zum Genießen. "Der Erlös kommt dem Kinder- und Jugendheim in Waldsteinberg zugute." Auf Zeitreise hatte sich Ritter Gozwinus de Brandez begeben: "Aha, so organisiert man einen erfolgreichen Weihnachtsmarkt", staunte der Weitgereiste aus dem Jahre 1191 über das bunte Treiben und feierte mit seinen Brandisern den zweiten Advent.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.12.2014

Ingrid Hildebrandt

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