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Wurzen Gemeinde Lossatal präsentiert ausgeglichenen Haushalt
Region Wurzen Gemeinde Lossatal präsentiert ausgeglichenen Haushalt
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17:08 12.10.2018
Die Gemeinde Lossatal hat ihren Nachtragshaushalt verabschiedet. Quelle: Jens Wolf
Lossatal/Falkenhain

Mit einem klaren Votum hat der Gemeinderat Lossatal zu seiner jüngsten Sitzung im Speisesaal der Oberschule Falkenhain den Nachtragshaushalt 2018 verabschiedet. Dabei fasste Kämmerer Norman Gebhardt noch einmal das umfangreiche Zahlenpapier zusammen – und das Fazit kann sich durchaus sehen lassen. Denn für den Planungszeitraum legte die Kommune einen ausgeglichenen Etat vor.

Jedoch, betonte der Finanzexperte, ließen die Ergebnisse der Eröffnungsbilanz darauf schließen, „dass insgesamt ein Vermögensverzehr stattfindet“. Denn die Gemeinde erwirtschaftet bislang nicht die anfallenden Abschreibungen. Zugleich aber hob Gebhardt einen positiven Trend hervor. Demnach steigen die prognostizierten Steuereinnahmen. Daneben weise Lossatal „einen angemessenen Bestand an liquiden Mitteln auf“.

Hoffnung für Investition

Eben diese Tatsache sei Grundlage, um notwendige Investitionsvorhaben zu erfüllen. Welche Projekte das sein könnten, ließen übrigens die Ortschaftsräte in ihren Anschreiben wissen. „Sie werden die Arbeitsgrundlage der Gemeindeverwaltung bilden“, betonte Gebhardt. So erhofft sich der Ortschaftsrat Falkenhain mit Frauwalde und Heyda zum Beispiel einen befestigten Fußweg in der Karl-Marx-Straße von der Kita bis zum Grundstück Nummer 45 sowie die Errichtung eines Jugendklubs. Das Großzschepaer Gremium empfahl indes die Errichtung einer Löschwasser-Zisterne am Sportplatz und baut auf eine Fußbodensanierung in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Hohburger Vertreter um Ortsvorsteher Peter Brendler listeten unterdessen acht Punkte auf, darunter die Umsetzung eines Festplatzes in Watzschwitz sowie den Abbruch der ehemaligen Leichenhalle in Kleinzschepa. Zum Schluss baten die Kühnitzscher und Körlitzer um das fachgerechte Schlemmen der beiden Dorfteiche, das Pflastern der Löschteicheinfahrt in Körlitz und den Fußwegbau sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung entlang der Zschornaer Straße.

Rechtsstreit beigelegt

Gleichfalls zum Abendprogramm der Volksvertreter gehörte eine Information von Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) über den Vergleich im Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Lossatal und der Eisenacher Firma SpoTec GmbH. Das Unternehmen montierte seinerzeit die Prallwand, Türen und Tore des neuen Schul-, Gesundheits- und Seniorensportzentrums in Falkenhain. In der Schlussrechnung strich die Verwaltung dann allerdings in Absprache mit dem Planungsbüro die Position „Gerüststellung mit Scherenhubbühne“, da keine genutzt wurde, und minderte die Bausumme um 0,2 Prozent je Tag aufgrund des Verzuges der Ausführungsfrist. Dagegen reichte die SpoTec vor genau einem Jahr Klage wegen Werklohnforderung beim Amtsgericht Grimma ein. Zur Verhandlung am 29. September empfahl die Richterin nunmehr beiden Parteien, sich auf einen Vergleich über die Streitsumme von 7559 Euro zu einigen. Falls nicht, so Weigelt, hätte für die Gemeinde das Risiko bestanden, zu einer Zahlung von 4229 Euro verurteilt zu werden. Daher ging die Verwaltung auf den Ratschlag des Gerichtes ein und muss der SpoTec jetzt 3200 Euro überweisen.

„Wir haben für insgesamt vier Millionen die neue Sporthalle gebaut. Insofern sind die 3200 Euro ein leichter Betriebsschaden – wenn überhaupt“, sagte Weigelt, bevor der Gemeinderat ihn beauftragte, den Vergleichsvorschlag anzunehmen.

Von Kai-Uwe Brandt

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