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Wurzen Gemeinde startet Planung für Schulerweiterung
Region Wurzen Gemeinde startet Planung für Schulerweiterung
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00:31 01.06.2018
Die Grundschule in Bennewitz: Für eine Erweiterung könnte das Dachgeschoss ausgebaut werden. Quelle: Thomas Kube
Bennewitz

Die Gemeinde Bennewitz baut zurzeit ihre Kindertagesstätte in Deuben aufwendig um und erweitert deren Kapazität von 78 auf 144 Kinder. „Aufgrund des Zuzugs in unsere Gemeinde werden die Plätze nicht ausreichen“, sagte Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) im Gemeinderat und prognostizierte: „Diese Welle wird in sechs Jahren auch die anderen Kindereinrichtungen, also Grundschule und Hort, erreichen.“ Mit einer Arbeitsgemeinschaft (AG) Schule werde derzeit „vorausgedacht, um zeitgerecht Planungen auf den Tisch zu bekommen“. Die kosten Geld – die ersten 150 000 Euro hat der Gemeinderat jetzt locker gemacht – einstimmig.

Neue Räume frühestens 2020 beziehbar

Um den steigenden Kinder- und Schülerzahlen in Grundschule und Hort begegnen zu können, wird in der AG eine Erweiterung der Grundschulgebäude als erforderlich angesehen. „Aufgrund der vorhandenen Bausubstanz bietet sich der Umbau von Haus 1, dem Hauptgebäude, an“, so Laqua. Im Rathaus rechnet man damit, dass spätestens im Jahr 2020 die ersten zusätzlichen Räume in Grundschule und Hort benötigt werden, „deshalb muss noch in diesem Jahr mit der Planung begonnen und eine Entscheidung über die bevorzugte Ausbauvariante getroffen werden“, betonte der Bürgermeister. Erste Vorstellungen gehen dahin, das Dachgeschoss des Hauses auszubauen.

Planungsbüro Kewitz soll Kosten ermitteln

Mit der Planung beauftragte der Gemeinderat das Wurzener Planungsbüro Kewitz, das bereits den Kita-Umbau in Deuben betreut. Dieses soll die wirtschaftlichste Lösung zur Kapazitätserweiterung und einer gemeinsamen Nutzung von Schule und Hort ermitteln sowie die damit verbundenen Kosten. Bei seinem Planungsangebot geht das Architektenbüro momentan von Gesamtkosten in Höhe von einer Million Euro aus.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, das Büro phasenweise zu beauftragen. Nach der Vorplanung wird der Gemeinderat das Ergebnis diskutieren und dann Entwurfs- und Genehmigungsplanung auslösen. Der Zeitplan sieht vor im Jahr 2019 die Baugenehmigung zu beantragen und noch im selben Jahr die Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2020 avisiert.

Gemeinderat jongliert in den Haushalten

Die Erweiterung der Grundschule ist bisher allerdings weder Bestandteil der Haushaltsplanung 2017/18 noch der Folgejahre. Um die bereits im aktuellen Haushaltsjahr angestrebten Planungsleistungen von 150 000 Euro zu finanzieren – insgesamt wurde ein Honorar von rund 189 000 Euro ermittelt – wird mit Zustimmung des Gemeinderates die geplante Erneuerung des Brandschutzes im Haus 1 der Grundschule (Kosten: 80 000 Euro) ins nächste Jahr geschoben, 70 000 Euro werden den liquiden Mitteln der Gemeinde entnommen.

Bennewitz will Leader-Mittel beantragen

Ohne Förderung ist das Bauvorhaben allerdings kaum zu stemmen. Zwar habe das Land ein Schulhausbauprogramm aufgelegt, aber von den elf Millionen Euro, die davon auf den Landkreis entfielen, könne Bennewitz lediglich mit 50 000 Euro rechnen, sagte Laqua – ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Ich werfe diese zugunsten anderer Schulen in den Ring, gab er sich deshalb großzügig. „Wir werden die 1,3 Millionen über Leader oder das Förderprogramm Vitale Dorfkerne beantragen“, informierte er den Gemeinderat. Und stellte zugleich klar: „Wir werden nur mit Fördermitteln bauen.“

Von Ines Alekowa

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