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Wurzen Gemeinderat Borsdorf bestätigt neuen Wehrleiter im Amt
Region Wurzen Gemeinderat Borsdorf bestätigt neuen Wehrleiter im Amt
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11:15 01.04.2016
Formeller, aber herzlicher Akt: Bürgermeister Ludwig Martin überreicht Frank Seidel die Ernennungsurkunde zum Gemeindewehrleiter. Quelle: dpa
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Borsdorf

Für die Wahl zum neuen Gemeindewehrleiter von Borsdorf hat ja Frank Seidel von seinen Kameraden das Vertrauen bereits ausgesprochen bekommen. Nun galt es, diese Personalie im Gemeinderat zu bestätigen. Ein formeller Akt, der zum Prozedere einer solchen Wahlfunktion gehört. Dennoch fiel das Votum der 17 anwesenden Gemeinderäte nicht einmütig aus. Ein Parlamentarier enthielt sich der Stimme.

Seidel, der auch Ortswehrleiter in Panitzsch ist, nutzt die Plattform nicht nur, um sich zu bedanken. Der 47-jährige Oberbrandmeister hatte auch konkrete Erwartungen an den Gemeinderat formuliert. „Für die uns gestellten Aufgaben benötigen wir Ihre Unterstützung. Und deshalb bitte ich Sie, mit Ihrem Tun und Handeln in Sachen Feuerwehr das Ehrenamt der Kameraden zu achten.“ Was der selbstständige Installateur und Heizungsbaumeister damit meinte, machte er an einem Beispiel fest. „Die Kameraden im Allgemeinen und ich als Gemeindewehrleiter im Besonderen erwarten, dass bei der Jahreshauptversammlung alle Gemeinderäte anwesend sind und somit ihre Wertschätzung gegenüber der Wehr bekunden. Wir opfern alle unsere Freizeit, und nicht zu knapp, das verdient Respekt.“ Er selbst hält seit 12 Jahren in der Panitzscher Wehr zur Stange, ist aber schon seit knapp 30 Jahren Floriansjünger. Während der Armeezeit, so lässt er wissen, habe er eine feuerwehrtechnische Ausbildung in der Schiffsbrandbekämpfung absolviert.

Mit seinen Erfahrungen steht er nun den drei Ortswehren Borsdorf und Zweenfurth sowie Panitzsch vor, in denen sich insgesamt 62 aktive Kameraden, darunter drei Frauen ehrenamtliche engagieren. Mit Preisgabe dieser Zahlen bekundete Seidel unterschwellig seinen Stolz, „dass wir uns auf Freiwillige stützen und verlassen können, die noch bereit sind, sich dafür aufzuopfern.“ Damit sei jedoch auch die Sorge verbunden, „dass es grundsätzlich schwer ist, Nachwuchs zu finden. Sowohl unter den Jugendlichen als auch bei Menschen in meiner Altersgruppe.“ Eine Ursache glaubt Seidel darin zu sehen, „dass im Bewusstsein der Bürger die Akzeptanz für das Ehrenamt Feuerwehr nicht besonders hoch ist.“ Mit dem Slogan „Bürger für Bürger“ wolle Seidel daran arbeiten.

Von Frank Schmidt

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