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Geopark Porphyrland lockt jetzt in Hohburg via Werbung im XXL-Format

Lossatal Geopark Porphyrland lockt jetzt in Hohburg via Werbung im XXL-Format

Das Motiv fürs Geoportal Hohburg ist wahrlich nicht zu übersehen. Mit der Sanierung eines Wohnblocks in der Thomas-Müntzer-Straße hat die Gemeinde Lossatal einen Blickfang im XXL-Format für den Geopark Porphyrland angebracht. Ganz zur Freude von Vereinspräsident Gerhard Gey.

Erfreutes Dreigestirn: der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (M.) mit dem Präsidenten des Trägervereins Geopark Porphyrland, Gerhard Gey (r.), und Matthias Müller, Leiter des Museums Steinarbeiterhaus Hohburg.

Quelle: Kai-Uwe Brandt

Lossatal/Hohburg. Je größer, desto besser: Das dachte sich wohl auch die Gemeinde Lossatal und ließ mit der Fassadensanierung des Wohnblocks in der Hohburger Thomas-Müntzer-Straße den Giebel verzieren. Seither prangt im XXL-Format und unübersehbar für Besucher sowie Radtouristen die Werbung des Geoparks Porphyrland am Haus.

„Das Motiv stammt von Lars Hoschkara aus Wermsdorf, angebracht hat es Malermeister Reinhard Grützner aus Thallwitz“, erklärt Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) dem Präsidenten des Vereins Geopark-Porphyrland, Gerhard Gey.

Der ehemalige Landrat zeigt sich begeistert. Immerhin ist das Museum Steinarbeiterhaus mit seiner Technikschau im Außengelände eines von derzeit vier Geoportalen. „Unter Geoportal verstehen wir Zentren, die zugleich Ausgang für Entdeckungsreisen auf speziell ausgewiesenen Georouten oder sogenannten Geotopen sind.“ Schon deswegen, fügt Gey an, seien Blickfänge wie der in Hohburg wichtig. „Wir müssen die Marke Geopark Porphyrland stärker platzieren.“ Denn die Region warte mit einer geologischen Einzigartigkeit auf, „die vielen gar nicht bewusst ist“.

Die Grenzen des Geoparks entsprechen nämlich in etwa der nordwestsächsischen Vulkanitsenke und damit eines der größten mitteleuropäischen Vulkangebiete. Gewaltige Ausbrüche vor circa 300 Millionen Jahren hinterließen mächtige Ablagerungen, die heute als wertvolle Rohstoffe dienen. Wie zum Beispiel Quarz- und Granitporphyre, Porphyrtuffe oder Ignimbrite. Im Tertiär (vor 65 Millionen Jahren) entstanden unter dem Einfluss des feucht-warmen Klimas die Kaolinlagerstätten, die die Kuppen der hügligen Landschaft bilden. Sogar die Richtung der Gletscher im Eiszeitalter können anhand der Schliffe im Gestein rekonstruiert werden. All dies, verdeutlicht Gey, wolle der Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ mit seinen Geoportalen vermitteln.

Bereits 2014 erfolgte die Anerkennung als Nationaler Geopark – quasi ein Gütesiegel mit strengen Maßstäben. Die daraufhin folgende Initiative, den Titel eines Unesco-Geoparkes zu erringen und in die Weltliga aufzusteigen, scheiterte jedoch Ende 2016. Bemängelt wurden damals ungenügende Beschilderungen sowie das Fehlen geotouristischer Routen. „Und daran feilen wir gerade, um die Unesco-Anerkennung erneut anzusteuern. Wie ganz deutlich zu sehen ist, mit Hilfe von Hohburg“, so Gey. Ebenso spiele künftig der Bahnhof in Wurzen eine Rolle und zwar als mögliches Info-Center für Geopark-Besucher (die LVZ berichtete). Die Machbarkeitsstudie steht noch aus. Überdies plant die Gemeinde Lossatal den Ringschluss des Radweges von Kleinzschepa nach Großzschepa“, verrät Bürgermeister Weigelt. „Die Trassierung ist momentan in Arbeit.“ Nicht zuletzt erwähnt Gey die 21. Muldentaler Radtour am 26. Mai 2018. Die Sternfahrt von 15 Standorten aus führt nächstes Jahr durchs Wurzener Land und endet im Waldbad Mark Schönstädt. „Der Geopark versteht sich vor allem als Dienstleister für den Tourismus mit interessanten Angeboten zur Erd- und somit zur Heimatgeschichte.“ Allein der Ausbau der Geoportale sorge für eine Verbesserung der Infrastruktur.

Übrigens hatte Bürgermeister Weigelt zum Vororttermin gleich noch eine Überraschung für Matthias Müller, Leiter des Museums Steinarbeiterhaus, im Gepäck. Eine Auszeichnung der Akademie für Geowissenschaften Hannover, wonach die sogenannten „Rundhöcker der Hohburger Berge“ wieder den Namen „Nationales Geotop“ tragen dürfen. 77 geologische Sehenswürdigkeiten gibt es insgesamt in Deutschland. „Ich denke, im Museum ist die Urkunde am bestens aufgehoben“, so Weigelt.

Von Kai-Uwe Brandt

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