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Wurzen Gerhard Weber peppt Straße der Besten bei Wurzener auf
Region Wurzen Gerhard Weber peppt Straße der Besten bei Wurzener auf
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17:03 10.09.2016
Der Fotograf Gerhard Weber und die Marketingfrau Gisela Wendt eröffnen die Fotoausstellung bei Wurzener.  Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

 Die Idee einer hausinternen Fotoausstellung in den Räumen des Verwaltungsgebäudes der Wurzener Nahrungsmittel GmbH verdankt Gisela Wendt einzig und allein Kommissar Zufall. Denn damals, kurz vor dem Tag der Sachsen und in Vorbereitung eines Wurzener Rezeptbuches fürs Landesfest, entdeckte sie in der Druckerei Bode die „Straße der Besten.“

So jedenfalls lautet der Titel des Werkes von Gerhard Weber, welches anlässlich des 1050-jährigen Jubiläums der Muldestadt im Jahr 2011 erschien. Das Zeitdokument zeigt auf 127 Seiten weit über einhundert „Wurzener Gruppenfotos“ von 1970 bis 1990, darunter Aufnahmen, die im VEB Nahrungsmittelwerk „Albert Kuntz“ entstanden. Der bekannte Grimmaer Fotografiker Weber, Jahrgang 1940, schoss sie unter anderem als Bildreporter der Leipziger Volkszeitung (LVZ) von 1970 bis 1986 und als Leiter der Betriebsfotogruppe des früheren Kombinates bis 1990.

Marketingfrau Wendt und Weber kennen sich seit einer Ewigkeit. „Und deshalb suchte ich rasch den Kontakt zu meinem ehemaligen LVZ-Kollegen.“ Das spontane Tête-à-Tête verknüpfte sie mit der Bitte, neue Fotos zu schießen – mit jenen Menschen, die seinerzeit in die Linse schauten. 60 Bilder sind daraus entstanden. Allesamt zieren mittlerweile die Wände und zum Teil die Büros des ehemaligen Betriebskindergartens, lediglich einen Katzensprung von den imposanten Mühltürmen entfernt.

Zur Eröffnung der kleinen Schau luden Geschäftsführer Stefan Kuhl und die quirlige Wendt die Mitarbeiter sowie zahlreiche Gäste ein, präsentierten bei strahlendem Sonnenschein und im Schatten grüner Schirme kulinarische Genüsse und musikalische Zerstreuung mit dem Akkordeonduo Uwe und Heidi Steger. Selbst den Termin zum Auftakt wählte Initiatorin Wendt mit Bedacht und im Rückblick auf die vergangene Zeit. Allein 24 Mitarbeiter starteten nämlich vor vielen Jahren beim VEB Nahrungsmittelwerk ins Berufsleben. Zu denen, die sie aufzählte, gehörten Geschäftsführerin Kerstin Winzek (31 Jahre Betriebszugehörigkeit) und Stefan Wende (37 Jahre), Vater von Olympia-Goldmedaillengewinner Philipp Wende.

Angesichts der geballten Reminiszenz musste sogar der 76-jährige Weber in seiner Rede feststellen, dass das einst schwarze Haar nunmehr „aluminiumblond“ leuchtet. Doch zunächst dankte er allen Protagonisten: „Ich habe wirklich nur aufgeschlossene und nette Mitarbeiter getroffen – damals wie zum jetzigen Zeitpunkt.“ Gerade sie erleichterten ihm die aktuelle Arbeit, „weil ja Rentner verständlicherweise damit erst um 10 Uhr beginnen“. Dass letztlich aus der Vielzahl alter und neuer Motive ein Betriebsporträt erwachsen ist, hätte Weber nie für möglich gehalten und wünschte zum Schluss „glückliche Momente beim Blick zurück“.

Übrigens sorgte Gisela Wendt mit der Ausstellung im Verwaltungssitz des Unternehmens gleich selbst für ihr eigenes Abschiedsgeschenk. Sie geht am 30. September in den wohlverdienten Ruhestand. Doch das wollte sie an diesem Nachmittag keinem der staunenden Fotoschau-Besucher verraten.

Von Kai-Uwe Brandt

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