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Wurzen Gerichshainer Kita wird bei laufendem Betrieb umgebaut
Region Wurzen Gerichshainer Kita wird bei laufendem Betrieb umgebaut
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09:30 09.02.2017
Ohne Beeinträchtigungen wird es beim Umbau der Kita in Gerichshain nicht abgehen. Quelle: dpa
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Machern/Gerichshain

Konkrete Züge haben die Pläne zum Umbau der Gerichs­hainer Kita angenommen. In die Einrichtung sollen in diesem Jahr rund 136 000 Euro fließen – davon 58 000 Euro als Fördermittel. Die Maßnahme war neben der Erneuerung des Macherner Schulhofs sowie des Schulweges in Püchau im Rahmen des Investitionspaketes „Brücken in die Zukunft“ von der Gemeinde beantragt und inzwischen bewilligt worden.

„Derzeit sind die größeren Kinder im Erdgeschoss untergebracht, während die Krippenkinder im Obergeschoss betreut werden“, erläuterte Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos). Künftig sollen die Kleinsten nach unten ziehen, um im Brandfall Fluchtwege zu verkürzen. „Auch die Arbeitsbedingungen für die Erzieher sollen sich verbessern“, so die Ortschefin. Denn derzeit müssten die Krippenkinder mühsam treppauf getragen werden. Thomas Schubach vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Großpösna stellte im Technischen Ausschuss erste Gedanken vor. Die Umverlegung der Krippe ins Erdgeschoss gehe mit der Neuaufteilung der Gruppenräume einher, so der Planer. Dafür müssten tragende Wände entfernt und neue eingesetzt werden. Auch die sanitären Einrichtungen seien anzupassen.

„Obwohl während der Bauphase erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind, ist es ausdrücklicher Wunsch der Eltern, das Vorhaben bei laufendem Betrieb durchzuziehen“, informierte Doreen Lieder. Damit solle erreicht werden, dass wenigstens die Krippenkinder im Objekt verbleiben können. „Wenn Erzieher, Handwerker und Bauleitung nicht gegeneinander arbeiten, ist das machbar“, schätzte Schubach ein. „Wir haben das auch schon in anderen Einrichtungen praktiziert.“ Dass es Reibungspunkte und Lärmbelästigungen geben werde, müsse aber allen klar sein.

Der Zeitplan ist eng gestrickt. Um überhaupt Baufirmen binden zu können, soll die Ausschreibung im März erfolgen. Denn auf Grund der zahlreichen geförderten Maßnahmen an Kitas und Schulen erwartet Schubach volle Terminkalender bei den Unternehmen. Als Baubeginn ist der 10. Juli geplant, Bauende soll am 31. August sein. Während des Umbaus sollen die derzeit 42 Kita-Kinder in ein Ersatzquartier umziehen, während die 18 Krippenkinder im Haus verbleiben.

Der Vorentwurf wurde von den Mitgliedern des Technischen Aussschusses mehrheitlich angenommen. Von der Idee, ein benachbartes leerstehendes Gebäude der Gerichshainer Bau- und Wohnungsgesellschaft (GBW) für die Kita einzubeziehen, riet der Planer ab. „Die räumlichen Anforderungen sind so speziell, dass es in der Regel schwierig ist, bestehende Häuser dafür umzunutzen.“

Von Simone Prenzel

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