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Wurzen Gerichshainer fordern Durchfahrtverbot für Lkw
Region Wurzen Gerichshainer fordern Durchfahrtverbot für Lkw
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09:17 12.07.2018
Zu viel Lkw-Verkehr vor der Haustür nervt die Anwohner der Gerichshainer Ortsdurchfahrt. Quelle: Tim Jelonnek
Machern/Gerichshain

Freud und Leid liegen in Gerichshain nah beieinander. Einerseits sorgt das florierende Gewerbegebiet für Jobs und ein gut gefülltes Gemeindesäckel. Andererseits beklagen Anwohner das zunehmende Verkehrsaufkommen. Insbesondere der Lkw-Anteil habe stark zugenommen.

Anwohner sammeln Unterschriften

Stellvertretend für zahlreiche Dorfbewohner nutzte Petra Plotzki die jüngste Ratssitzung, um die Kritik öffentlich zu machen. Die Abordnung aus dem Macherner Orsteil kam nicht mit leeren Händen. Vize-Bürgermeister Klaus Zaspel (CDU), der die Sitzung leitete, wurde eine Liste mit 88 Unterschriften überreicht - hauptsächlich von Anwohnern der Leipziger Straße.

„Der Durchgangsverkehr hat in den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen. Insbesondere eine überproportionale Zunahme des Lkw-Verkehrs ist zu verzeichnen“, so Petra Plotzki. Eine Tendenz, die die Anwohner an der ehemaligen B 6 mit dem örtlichen Gewerbegebiet in Zusammenhang bringen. Die örtliche Wirtschaft würde florieren, heißt es anerkennend. Dies dürfe aber nicht zu Lasten der Anwohner gehen.

Schlechte Straße erhöht Lärmpegel

Die Durchgangsstraße sei mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand. Nach Arbeiten an der Abwasseranlage vor zwei Jahren habe sich die Situation noch einmal verschärft. Nicht nur der gestiegene Lärmpegel bringt die Anwohner auf die Palme. Zunehmend würden sich auch Schäden an Gebäuden und Zäunen zeigen. Die Rede ist von starken Vibrationen, die die Lasterflotte vor der Haustür ausgelöst. „Fahrradfahren wird immer gefährlicher“, schildert Petra Plotzki weiter. Auch der Schulweg beziehungsweise der Weg zum Bus sei insbesondere für die Grundschüler des Ortes deutlich riskanter geworden.

Anbindung an neue B6 vorhanden

„Die Lösung des Problems wäre eigentlich einfach, da das Gewerbegebiet über eine eigene Zufahrt verfügt.“ In diese waren vor Jahren erhebliche finanzielle Mittel geflossen, um das Areal an die nördlich verlaufende neue B 6 anzubinden. Über die Cunnersdorfer Straße gelangen die Unternehmen auf kurzem Weg zur Autobahn, ohne die Ortsdurchfahrt zu nutzen. Mancher Fahrer, so recherchierten die Bürger, scheue allerdings den damit verbundenen Umweg, selbst wenn dieser nur 600 Meter beträgt. In Gesprächen mit Unternehmern hätten sich diese aber bereit erklärt, sich einem Brummi-Verbot zu unterwerfen, dann müsse dies aber für alle Lkw gelten.

Bessere Ausschilderung gefordert

Die Gerichshainer fordern nun, Brummis auf der Leipziger Straße zu verbannen mit Ausnahme des Anlieferverkehrs. Zudem könne in den Augen der Unterzeichner auch eine bessere Ausschilderung des Gewerbegebietes nicht schaden.

Adressat der Forderung ist die Gemeinde Machern. Die Kommune hat seit dem Neubau der Ortsumfahrung vor knapp zehn Jahren die Verantwortung für die alte B 6 und damit für ein sensibles Verkehrsthema geerbt

Von Simone Prenzel

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