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Wurzen Geschäftsführer verlässt Wärmeversorgung Wurzen
Region Wurzen Geschäftsführer verlässt Wärmeversorgung Wurzen
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10:07 08.07.2016
Geschäftsführer René Rätze Quelle: Foto: Andreas Röse
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Wurzen

 Mit René Rätze geht binnen weniger Wochen bereits die zweite Führungskraft von Bord eines 100-prozentigen Tochterunternehmens der Stadt Wurzen. Erst kürzlich wurde Heike Pönicke nach 21 Jahren an der Spitze der Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH durch Beschluss der Gesellschaftversammlung abberufen (die LVZ berichtete). Rätze jedoch, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Wurzen GmbH, verlässt aus freien Stücken den kommunalen Dienstleister.

Bereits im September des Vorjahres hatte der 52-Jährige schriftlich darum gebeten. Seinem Wunsch folgte jetzt das Aufsichtsgremium – ohne indes einen Nachfolger zu bestimmen, wie Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) auf Anfrage bestätigte. Zwar habe es Bewerber für den Posten aus den Reihe der Partner der neu gegründeten Wurzener Land-Werke gegeben, so das Stadtoberhaupt. Eine Entscheidung sei aber letztlich nicht gefallen. Zumal, sagte Röglin weiter, die Wärmeversorgung in naher Zukunft als Teil der Wurzener Land-Werke – einer Holding der Gemeinden Wurzen, Bennewitz, Thallwitz und Lossatal – integriert werde. Um die Zeit der Vakanz zu überbrücken, erklärte sich Rätze bereit, seine Tätigkeit um einen Monat bis zum 31. Juli zu verlängern.

Die Wärmeversorgung Wurzen (WvW) GmbH wurde am 21. Juli 1992 mit einem Stammkapital von 96 200 Euro ins Leben gerufen und beschäftigt neben Rätze eine Buchhalterin sowie zwei Teilzeitkräfte im Heizhaus. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadt, Gegenstand des Unternehmen die Erzeugung und der Vertrieb von Wärme sowie die Abgabe von Elektroenergie. Neben kommunalen Einrichtungen und Gewerbebetrieben der Stadt versorgt die WvW rund 3000 Einwohner mit Fernwärme. Zu den Großkunden zählen die Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH, die Wohnungsgenossenschaft Wurzen und die Stadtverwaltung. Seit Mitte 2012 betreibt die WvW zudem auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Eilenburger Straße eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von zweieinhalb Megawatt und seit 2014 die Photovoltaikanlage der Kita Spatzennest.

2015 erwirtschaftete die WvW einen Jahresüberschuss von 251 000 Euro und hält nunmehr im zehnten Jahr den Fernwärmepreis stabil. Insbesondere durch die Abschlüsse von Neuverträgen für die Lieferung von Biogas und von Erdgas konnte der Bezugswert auf niedrigem Niveau gehalten werden. Daher rechnet die WvW sogar bis 2017 mit einen positiven Geschäftsergebnis – ohne Preiserhöhung. Allein aus dem Verkauf von Wärme und Strom erzielte die WvW Umsätze in Höhe von 2,16 Millionen Euro. Dank der Wetterlage im Vorjahr wuchsen ferner die Erträge der Anlage „Eilenburger Straße“. So speiste die WvW 2,78 Megawattstunden Strom ins Netz ein – die Erlöse: 522.000 Euro.

Zu den Gründen seines Abschieds nach zwei Jahrzehnten wollte sich Rätze nicht im Detail äußern. Nur so viel: Der Diplomingenieur übt lange schon eine Doppelfunktion aus. Als Geschäftsführer der Wärmeversorgung seit 1. April 1996 und zugleich als Betriebsleiter des Abwasserzweckverbandes (AZV) Muldenaue von Wurzen und Bennewitz, vormals des Eigenbetriebes Abwasserentsorgung Wurzen bis Januar 2014. Die Aufgaben im noch jungen Zweckverband, erwähnte Rätze, nehmen den Großteil seines Zeitfonds in Anspruch. AZV-Betriebsleiter bleibt er natürlich.

Von Kai-Uwe Brandt

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