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Wurzen Gey: Kritik aus Machern inakzeptabel
Region Wurzen Gey: Kritik aus Machern inakzeptabel
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05:00 19.03.2010
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Wie berichtet, dreht der Kulturraum Leipziger Raum dem Macherner Landschaftsgarten ab 2012 den Geldhahn zu. „Allerdings nicht, weil wir den Park nicht mehr unterstützen wollen, sondern weil wir es nicht mehr dürfen“, stellt Gerhard Gey klar. „Der Sächsische Landesrechnungshof hat bei einer Überprüfung die Parkförderung beanstandet. Von diesem Hintergrund weiß Herr Lange auch.“ Laut den Kassenwächtern sei die Parkpflege nicht originäre Aufgabe des Kulturraumes und werde auch nirgendwo sonst in Sachsen so gehandhabt. „Wir waren also gezwungen, die Förderrichtlinie unter anderem in diesem Punkt zu ändern“, so Gey. Die Kritik aus Machern halte es deshalb für kontraproduktiv. Seit 1996 seien vom Kulturraum rund 1,68 Millionen Euro für den Macherner Landschaftspark zur Verfügung gestellt worden. „Da kann man schwerlich behaupten, dass der Park keine Lobby hat“, entgegnet der Landrat. Gey wirft Machern zudem vor, nicht das direkte Gespräch mit ihm gesucht zu haben. „Wir sind jederzeit bereit, nach Lösungen für den Park zu suchen, weil wir seine Bedeutung natürlich ebenso hoch einschätzen wie die Gemeinde.“ Dies gehe aber nur in einem konstruktiven Miteinander.Im Rahmen der Diskussion kann sich Gey einen Seitenhieb auf die klagefreudige Macherner Gemeinde nicht verkneifen. „Allein der Rechtsstreit, den Machern seit Jahren gegen den Landkreis führt, hat die Kommune bisher rund 150 000 Euro gekostet. Würde Machern dieses Geld nicht in erfolglose juristische Auseinandersetzungen stecken, hätte man schon mal eine Menge für den Park übrig.“ Schafe und Ziegen, so Gey, wären dann als Parkpfleger entbehrlich. Im Übrigen halte er auch die Gegenwehr gegen die Rückforderung der 3,2-Millionen-Euro-Überbrückungshilfe durch den Freistaat für überzogen. „Es war von vornherein klar, dass Machern dieses Darlehen zurückzahlen muss.“ Jetzt gegen den Freistaat zu Felde zu ziehen, sei in seinen Augen nicht sinnvoll. „Der Freistaat ist der Gemeinde doch schon entgegengekommen, indem er das Darlehen nicht sofort komplett zurückfordert, sondern für die Rückzahlung einen Aufschub bis zum Jahr 2019 gewährt.“ Die sofortige Rückzahlung von 1,5 Millionen Euro sei nach Einschätzung des Kreises für die Kommune „sehr wohl machbar“. Unfair sei es allerdings, streichelt Gey die wunde Macherner Seele, der Gemeinde einen mangelnden Willen zur Konsolidierung zu unterstellen. „Mit diesem Vorwurf tut man der Kommune in der Tat Unrecht.“ 

Simone Prenzel

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