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Glasfaser zu allen Gebäuden: WuLaWe-Tochter soll sich um Ausbau kümmern

Wurzener-Land Glasfaser zu allen Gebäuden: WuLaWe-Tochter soll sich um Ausbau kümmern

Die Wurzener Land- Werke könnten „Nachwuchs“ bekommen. In den vier Kommunen des Wurzener Landes – Wurzen, Bennewitz, Lossatal und Thallwitz – wurde beziehungsweise wird in diesen Tagen über die Gründung einer Tochtergesellschaft, der WuLaWe Glasfaser GmbH, beraten. Diese soll sich im Bereich der Einwicklung, Errichtung und des Haltens eines Breitband-Netzes kommunalwirtschaftlich betätigen und sich um die damit verbundene Akquise von Fördermitteln kümmern.

In einem Verteiler laufen Glasfaser zusammen: Um schnelles Internet in alle Winkel des Wurzener Landes zu bringen, wollen die Kommunen eine Tochtergesellschaft für den Glasfaserausbau gründen.Archiv

Wurzen/Bennewitz/Lossatal/Thallwitz. Die Wurzener Land- Werke könnten „Nachwuchs“ bekommen. In den vier Kommunen des Wurzener Landes – Wurzen, Bennewitz, Lossatal und Thallwitz – wurde beziehungsweise wird in diesen Tagen über die Gründung einer Tochtergesellschaft, der WuLaWe Glasfaser GmbH, beraten. Diese soll sich im Bereich der Einwicklung, Errichtung und des Haltens eines Breitband-Netzes kommunalwirtschaftlich betätigen und sich um die damit verbundene Akquise von Fördermitteln kümmern.

Die Kommunen sind sich einig, dass schnelles Internet nicht nur für Gewerbetreibende zunehmend ein wichtiger Standortfaktor ist. Im Breitbandatlas, einsehbar auf der Webseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, sieht das Wurzener Land noch überwiegend dunkelgrau aus. Das heißt, in maximal zehn Prozent der Haushalte liegen maximal 50 Mbit/s an. Im Stadtbereich Wurzen wird es mit 75 bis 95 Prozent leicht grün, allein Bennewitz, Altenbach und Nepperwitz schaffen es auf über 95 Prozent und damit in den gelben Bereich. Vom Ziel, Datenvolumen von mindestens 100 Mbit/s zu übertragen, sind allerdings alle noch weit entfernt.

Inzwischen liegt eine Machbarkeitsstudie auf dem Tisch, die unterversorgte Flächen ausweist und ergründet, wie das Ziel durch Glasfaseranschlüsse mindestens bis zum Gebäude im gesamten ländlichen Raum und der Stadt Wurzen erreicht werden könnte (die LVZ berichtete). Im Juni war sie auch in Bennewitz vorgestellt worden. In der Studie wird das Betreibermodell favorisiert, bei dem die Kommune den Tiefbau übernimmt und das Netz an einen Betreiber verpachtet. „Die dafür nötigen Eigenanteile kann ein kommunaler Haushalt nicht leisten“, stellte Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) klar. „Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, ein Konstrukt im Rahmen der Land-Werke zu entwickeln, um das Glasfasernetz trotzdem zu realisieren.“ Der zweite Vorteil der Kooperation: Je mehr Menschen vom Netzausbau profitieren, um so größer die Chancen, im deutschlandweiten Wettbewerb um Fördermittel überhaupt berücksichtigt zu werden – momentan läuft der fünfte Aufruf des Bundes und des Landes Sachsen, Fördergelder für die Breitbanderschließung zu beantragen.

Wie der Gemeinderat in Bennewitz stimmte auch der technische Ausschuss Wurzen für die Gründung der Tochtergesellschaft. Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) hatte zuvor erklärt, weshalb die Kommune nach Auswertung der Machbarkeitsstudie das Betreibermodell favorisiert. Nach dem Votum des Ausschusses wird sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. August positionieren.

Im Lossatal wurde der Beschluss auf die nächste Ratssitzung am 13. September verschoben. Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) begründete das damit, dass der Gesellschaftervertrag erst kurz zuvor noch geändert worden sei – und zwar muss die Tochter einen separaten Aufsichtsrat haben – und der Gemeinderat, der am Mittwoch zudem nicht vollzählig war, Zeit erhalten soll, sich damit vertraut zu machen.

„Aber ich sehe der Beschlussfassung positiv entgegen, denn wir haben allen Klärungsbedarf abgearbeitet“, sagte er. In Thallwitz steht das Thema in der Gemeinderatssitzung am 24. August auf der Tagesordnung.

Von Ines Alekowa

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