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Wurzen Glasfaserausbau: Brandis geht in die Verlängerung
Region Wurzen Glasfaserausbau: Brandis geht in die Verlängerung
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00:31 08.06.2018
So sieht Zukunft aus: ein Kabelbündel aus Glasfaser vor einer sogenannten Speedpipe, einem Leerrohr für ein Glasfasernetzwerk. Quelle: LVZ-Archiv
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Brandis


Brandis ist knapp am Ziel vorbeigeschrammt. Mit 33 Prozent Zustimmung für den Ausbau des schnellen Internets durch die Deutsche Glasfaser (DG) ging die dreimonatige Haushaltsbefragung in Brandis und seinen Ortsteilen zu Ende. Damit fehlen rund 500 Vorverträge. 40 Prozent Zustimmung braucht es jedoch für den flächendeckenden Glasfaserausbau der Kommune. „Das ist noch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen“, erklärt Oliver Frieske, Projektmanager für Brandis. „Brandis liegt uns am Herzen, und so schnell geben wir nicht auf.“ Daher wurde gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 30. Juni beschlossen. „Ich bin froh, dass uns die Deutsche Glasfaser die Chance gibt, die 40 Prozent zu erreichen und sie in die Verlängerung geht“, sagt Bürgermeister Arno Jesse (SPD) dazu. Dass diese schließlich zum Ziel führen könnte, sei in Bad Düben zu sehen. Allerdings würde sich mit einem späteren Zieleinlauf auch der Baubeginn verschieben. War bisher von einem Start nach den Sommerferien die Rede, spricht Frieske jetzt vom Jahresende.

Interesse in den Ortsteilen unterschiedlich

Die Nachfrage in den einzelnen Ortsteilen differierte teilweise stark. Während Polenz mit 42,7 Prozent und Wolfshain sogar mit 44,8 Prozent über dem Soll lagen, blieb Waldsteinberg mit 36,8 Prozent nur leicht darunter. „Das zeigt mir, dass der Bedarf nach der neuesten Technologie für die Datenübermittlung von morgen vorhanden ist“, sagt Jesse. Deutlich abgeschlagen sind Brandis (23,7), Beucha (28) und Kleinsteinberg (25,2). Die Schlusslichter sind die Orte mit vielen Mehrfamilienhäusern. Frieske hat festgestellt: „Während wir in den Ein- und Zweifamilienhäusern eine gute Quote erreicht haben, liegt die Interessenbekundung in den Mehrfamilienhäusern trotz Anschreiben und Aushängen ganz weit unten.“ Deren Mieter hätten zumeist auf die Verantwortung der Wohnungsgesellschaften verwiesen. Das Pikante daran: Die Brandiser Wohnstätten GmbH, zu deren Bestand 400 Wohneinheiten gehören, ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt, und auch die Beuchaer Bau- und Wohnungsgesellschaft mit 159 Wohneinheiten ist eine 100-prozentige Gesellschaft der Stadt. Aber das Signal, dass das Rathaus mit der Deutschen Glasfaser schon den zweiten Versuch unternimmt, den Breitbandausbau in Brandis voranzutreiben, scheint dort nicht angekommen zu sein. Mit den Wohnungsgesellschaften den Kontakt aufzunehmen, werde jetzt aber „Priorität haben“, versichert Frieske.

DG soll Außendienst-Mitarbeiter entlassen haben

Damit das Unternehmen auch die noch unentschlossenen Bürger erreicht, wird es weiterhin im Servicepunkt am Markt 7 in Brandis beratend zur Seite stehen und auch im Außendienst tätig sein. Letzterer hatte im Stadtrat, wo Frieske Bilanz zog, für Kritik gesorgt. Von „übelsten Haustürgeschäften“ sprach Antje Busch-Sandmann (Bürgerverein). Frieske erklärte, dass die DG bereits reagiert und Leute entlassen habe. Er stellte aber auch klar, dass ohne die Außendienstler die Quote vielleicht erst bei 15 Prozent läge. Seine Erfahrungen: „Die Leute schieben die Entscheidung vor sich her, und dann sind die Fristen vorbei.“

Die DG plant für Brandis übrigens eine weitere Veranstaltung: Zum ersten WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Mexiko am 17. Juni soll es gemeinsam mit der Musikarche in Brandis ein Public Viewing geben.

Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte online unter www.deutsche-glasfaser.de

Von Ines Alekowa

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