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Wurzen Glockengeläut ruft wieder zum Gebet
Region Wurzen Glockengeläut ruft wieder zum Gebet
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17:36 11.12.2012
Letzte Handgriffe: Dem Glockenstuhlbauer Ronny Möllenbruck ist zu verdanken, dass in Trebsen Gottes Stimme bald wieder zu hören ist. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen

Bereits im Frühjahr haben die Arbeiten an der Fassade des Kirchturmes begonnen (die LVZ berichtete). Weithin sichtbar war der Fingerzeig Gottes eingerüstet. Und im Mai hatten die diesjährigen Konfirmanden am Gerüst Transparente angebracht, auf denen sie mit großen Lettern Bibelsprüche formulierten. Als dann im Oktober die Gerüste fielen, zeigte sich der 48 Meter hohe barocke Kirchturm in seiner ursprünglichen Fassung. Doch das galt nur für die Fassade. Im Inneren, und deshalb von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen – obwohl die Glocken seit Monaten keinen Ton mehr von sich gaben – gingen die Sanierungsarbeiten am Glockenstuhl weiter. „Wir haben den Glockenstuhl, der teils aus einer Stahlkonstruktion bestand, überarbeitet", bringt Ronny Möllenbruck von der Firma Heidenauer Glockenläuteanlagen sein handwerkliches Schaffen auf den Punkt. Aber der Blick auf seine Arbeit verrät, dass weit mehr Aufwand dahintersteckt. Denn dicke Eichenbalken mussten für die neue Konstruktion gefügig gemacht werden. Das Besondere daran ist, dass nur die noch glänzenden Schrauben erkennen lassen, wo neues Holz verbaut worden ist. Was für den Laien kaum vorstellbar scheint, ist für den Fachmann Routine, unter der aber mitnichten die Qualität leitet. Und was nicht zu sehen ist, wird am Sonntag zu hören sein, wenn das Geläut wieder zum Gebet ruft.

Frank Schmidt

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