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Wurzen Grethen schießt Böller gegen Regen
Region Wurzen Grethen schießt Böller gegen Regen
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05:00 27.09.2010
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. Doch trotz des ausdauernden Regens ließen sich die Organisatoren des siebenten Grethener Drachenfests weder entmutigen und noch ihre Herbstparty ins Wasser fallen.

„Komm, setzt doch mal die Sonne auf", begrüßte auch Silke Apelt die ankommenden Gäste mit einem Augenzwinkern. Was blieb den Aktiven auch übrig, als die Lage mit einer gehörigen Portion Humor zu nehmen. Drachen zeigten sich am frühen Nachmittag keine auf der Festwiese. Selbst Profis, wie die Erdmannhainer Drachenflieger, hatten ihr Kommen kurzfristig abgesagt. „Zu nass, dazu auch noch eine Unwetterwarnung", wusste Grethens Storchen-Chef Silvio Apelt um die Gründe, während er seinen Blick über den ziemlich leeren Platz schweifen ließ und im Geiste wohl schon die Verluste für die Vereinskasse kalkulierte.

Dabei hatten die Organisatoren gut daran getan, sich ein zweites Fest-Standbein aufzubauen. Vereinsmitglied Gert Sieglow hatte elf Mitstreiter des Sächsischen Infanterie-Regiments „Prinz Maximilian" mobilisiert, die auf dem Festplatz ihr Biwak errichtet hatten. Speck und Wurst, Brot und Getränke hatten die Männer, Frauen und Kinder in ihren historischen Uniformen im Dorf requiriert, um anschließend unter dem Kommando von Corporal Ingolf Kukard auf dem Platz zu exerzieren und Schießübungen abzuhalten. Neben dem farbenprächtigen Blickfang boten die Freunde der Militärhistorik auch eine Geschichtsstunde über die Zeit der Völkerschlacht und ließen gar „Zivilisten" einen Schuss aus ihren Steinschloss-Vorderladern abfeuern.

Mit lauten Kanonenböllern ließen sich die Niederschläge zwar auch nicht vertreiben, dafür aber mehr Gäste anlocken. Darunter einige – wie Herbert Mai und sein Enkel Hannes Medicke – auch mit Drachen. Sogar aus Fürth war Ben Joshua Papke dem Ruf des Drachenfestes gefolgt: „Der Regen macht nichts, wir lassen den Drachen trotzdem fliegen", verkündete Mutti Silvana zuversichtlich. Doch selbst bei Profi Marco Weber von den Grimmaer Sternburg Kitern waren alle Flugversuche nur kurz von Erfolg gekrönt.

Dennoch: Abwechslung gab es rund ums zunehmend praller gefüllte Festzelt genug. Der Bau von Steckenpferden mit Lutz Moeller, das Basteln von Kürbisfiguren bei Ricarda Steudtner, original Reiterbrot aus dem Holzbackofen der Bäckerei Kunert, leckere Torten und Kuchen der Kita-Muttis und Musik von

DJ Emu luden zum Bleiben ein. Die Grethener Nacht wurde lang, das Drachenfest auch als „Wasserfest", wie Klaus Kunert scherzte, ein Erfolg.

Ralf Saupe

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