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Grimma gibt Verkehr über neu gebauten Kreisel frei

Grimma gibt Verkehr über neu gebauten Kreisel frei

Mit der Freigabe des Kreisverkehrs an der Kreuzung von August-Bebel-Straße und Friedensstraße rollen auf einer wichtigen Tangente Grimmas wieder die Autos. „Aus einer hässlichen Ampelkreuzung ist ein schöner Platz geworden", sagte Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) gestern.

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Aus der Vogelperspektive ist die Nierenform des Kriesverkehrs gut zu erkennen.

Quelle: Klaus Peschel

Grimma. An der Kreuzung erinnert nichts mehr an die ursprüngliche Verkehrssituation. Die ehemalige, mit langen Wartezeiten verbundene Ampelregelung an der Roten Schule ist Geschichte. Zwischen den hier zusammenlaufenden Straßen thront ein Platz, der die Form einer Niere trägt. Noch fehlt der abstrakten Postsäule mit den Namenszügen und den Entfernungsangaben der Partnerstädte von Grimma die Spitze. Aber die Trockengräser im zweiten Bogen wiegen sich bereits prächtig im Wind. „Straßenbau widmet sich nicht nur der Infrastruktur", so Berger. Er habe auch eine gestalterische Aufgabe. „Die großzügige Förderung des Freistaates hat uns natürlich zusätzlich motiviert." So läuft es nicht nur auf dem Belag wieder rund. Auch unterhalb der Straßen hat sich einiges getan. Die Kommunalen Wasserwerke haben die offene Baustelle genutzt, um 1,4 Kilometer Trinkwasserleitungen zu erneuern. Über die gleiche Distanz wurden neue Abwasserkanäle verlegt. Für das in Grimma und Geithain tätige Unternehmen sei das die größte Maßnahme seit der Flut gewesen, sagte deren Geschäftsführer Lutz Kuhnert. Mehr als eine Million Euro hat der Versorger in die Modernisierung der Leitungen investiert. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist eine der größten Straßenbaustellen der Muldestadt verschwunden. In dieser Zeit waren 23 Firmen mit etwa 180 Mitarbeitern beteiligt. Berger verteidigte die aufwendige Gestaltung des Kreisverkehrs, der ein Nadelöhr auf der Hauptachse in ein städtisches Gewerbegebiet beseitigt und damit die infrastrukturelle Anbindung des einheimischen Mittelstandes verbessert. Aufgrund dieser Umstände hatte der Freistaat entschieden, die über drei Millionen Euro umfassende Baumaßnahme mit 90 Prozent zu fördern. Grimma war lediglich mit 300 000 Euro beteiligt gewesen. So konnte die Stadt auf die Erschließungsbeiträge der Anwohner verzichten. „Davon werden wir künftig nur noch träumen", so Berger. Im Zuge des Straßenbaus wurde auch das äußere Gelände verändert. Hier sind Fuß- und Radwege entstanden. Unterhalb der Roten Schule, wo während der Bauarbeiten eine Grotte entdeckt worden war, rahmen Porphyrmauer und ein optisch angedeuteter Eingang in den Hohlraum das Gelände ein. Inseln sollen Fußgängern das Überqueren der auf den Kreisverkehr zulaufenden Straßen erleichtern. Laternen sorgen nachts für Überblick. Berger bezeichnete die Gestaltung beispielgebend und hofft damit, eine Diskussion über Sinnlos-Ampeln in Gang zu setzen.

Birgit Schöppenthau

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