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Wurzen Grimma im Polo-Fieber: Sachsenliga organisiert ersten Muldental-Cup
Region Wurzen Grimma im Polo-Fieber: Sachsenliga organisiert ersten Muldental-Cup
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16:37 06.09.2016
Immer am Ball bleiben: Lisa Krabbes und Robert Manitz trainieren unter der Leitung von dem Argentinier Andrés Volkheimer. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

In England ist Polo Volkssport. In Deutschland gehört das Spiel hoch zu Ross eher zu den Randsportarten. Jetzt soll der schnelle und harte Wettkampf auch im Muldental Einzug halten. Die Polo Liga Sachsen bereitet derzeit den „1. Muldental Polo Cup“ vor, der am 17. und 18. September in Grimma ausgetragen wird. Protagonistin dieses Events ist die Gründerin der ersten Poloschule in Sachsen, Laura Quiring. „Der Polosport ist eine Teamsportart. Deshalb besteht unser Ziel darin, möglichst schnell einen Ligabetrieb auf die Beine zu stellen“, sagt die Geschäftsführerin der QVision GmbH aus Leipzig.

Den Anfang soll der Cup am Roten Vorwerk markieren. „Bisher gibt es zehn Nennungen. Am 7. September ist Anmeldeschluss“, wirbt die Rostockerin, die jetzt mit ihrer Familie in Borsdorf lebt. „Derzeit haben wir 15 Schüler in der Poloschule. Einige werden an dem Event teilnehmen“, ist sie überzeugt.

Dazu gehört Lisa Krabbes. Die 15-jährige Grimmaerin sitzt bereits seit ihrem dritten Lebensjahr auf dem Rücken eines Pferdes. „Ich habe mich bereits im Voltigieren und Springreiten probiert. Doch Polo macht mir besonders viel Spaß“, sagt die Gymnasiastin. Auch Theo Quiring (15) ist vom Polovirus angesteckt worden. „Es macht extrem viel Spaß, mit dem Pferd zu galoppieren und die Bälle zu treffen. Man braucht ein schnelles Reaktionsvermögen“, erklärt er. Der Pferdefan besucht genauso wie Robert Manitz (15) das Freie Gymnasium Borsdorf. „Ich war neugierig und wollte es einmal ausprobieren“, erzählt Robert Manitz, der genauso wie die anderen zwei seit März im Roten Vorwerk in Grimma trainiert. Sportlich war der 15-Jährige zwar nicht auf dem Pferd bisher unterwegs, aber Leichtathletik, Fußball, Billard und Tennis gehörten zu den Sportarten, mit denen er sich befasste. „Es ist ein toller Sport mit einer faszinierenden Mischung aus Technik, Geschwindigkeit und Teamgeist“, meint Robert Manitz. „Am 17. und 18. September wird es voraussichtlich jeweils zwei Spiele a 1,5 Stunden geben“, erklärt Laura Quiring, die davon berichtet, dass es bereits im Mai ein Freundschaftsspiel gegeben habe.

Sie selbst sitzt ebenso gern hoch zu Roß. Erst kürzlich nahm sie in Friesack im Havelland am „Polo & Friends Turnier“ teil, bei dem die 34-Jährige mit einem Team den zweiten Platz belegte. Froh ist sie, dass sie einen Argentinier als Trainer gewinnen konnte. Andrés Volkheimer trainiert derzeit die Schüler. „Zwei bis dreimal pro Woche muss man schon Polo spielen, um Erfolge zählen zu können“, sagt sie. Dabei weiß sie sich in der glücklichen Lage, auch im Winter aufgrund der Halle im Roten Vorwerk das Training fortsetzen zu können. „Die Polosaison beginnt eigentlich im Frühjahr und endet im September“, erzählt sie. Derzeit stehen zum Training vier ausgebildete Polopferde zur Verfügung. Die Tiere sind klein mit einem Stockmaß bis 1,60 Meter. „Sie müssen mutig und stark im Antritt sein und dürfen nicht gleich fliehen, wenn ein Spieler angeprescht kommt“, erklärt sie. Für diesen Zweck wurden spezielle Pferde aus Argentinien geholt. Bis Oktober sollen es acht Tiere werden.

Doch bevor der „1. Muldental Polo Cup“ stattfindet, wird der Poloverein sich zur Pferdenacht am 10. September um 19 Uhr beim 6. Grimmaer Kinderreitfest auf den Böhlschen Wiesen präsentieren.

Mehr Informationen: Telefon 0179/7 63 56 24, E-Mail laura.quiring@qvision-polo.de

Von Cornelia Braun

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