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Wurzen Grimmaer Residenz richtet Spielecke ein – Kinderlärm tut Alten gut
Region Wurzen Grimmaer Residenz richtet Spielecke ein – Kinderlärm tut Alten gut
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17:39 19.09.2017
Kinderspielecke: Residenzleiter Sebastian Groß und Bewohnerinnen des Heimes freuen sich mit den Kindern über die vielfältigen Spielmöglichkeiten. Quelle: Andreas Döring
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Grimma

Fröhliches Kinderlachen schalt aus der Cafeteria der K & S Seniorenresidenz in der Karl-Marx-Straße in Grimma. Sandra Grimm (40) und Ina Meyer (32) ist mit 16 Mädchen und Jungen des Kindergartens Schwanenteich aus Grimma zu Gast bei den Senioren. „Wir sind regelmäßig in der Seniorenresidenz. Wir backen, basteln oder feiern mit den Bewohnern“, sagt Grimm. Jüngst war der Nachwuchs besonders von der neuen Kinderecke begeistert. Bobby-Car, ein Bagger, Spiele, ein Puppenwagen, Bücher, ein Kindertisch mit Stiften und Malbüchern – alles einladend drapiert, wartete auf sie.

Mit viele Liebe zum Detail hat die Seniorenresidenz die Spielecke für die Kinder eingerichtet. „Sie ist Teil einer neuen Initiative, mit der wir verstärkt Kinder und Senioren zusammenbringen wollen“, sagt der Leiter der Residenz, Sebastian Groß (30). Zur „Kinderfreundlichen Residenz“ gehören nun auch Hochstühle für Cafeteria und Restaurant sowie ein neuer Wickelplatz. Ein Logo im Eingangsbereich weist bereits auf das neue Angebot hin. „Mir gefällt das bunte Treiben in der Spielecke“, freut sich die Bewohnerin Marion Beyer (91), die seit 12 Jahren in der Residenz wohnt. Jutta Wittke (82) pflichtet ihr bei, die den Kindern beim Malen zusah.

„Wir wissen, dass Kinder einen überaus positiven Einfluss auf ältere Menschen haben. Das fröhliche Spiel und Lachen tut den Senioren gut und bringt Lebensfreude in ihren Alltag“, weiß der 30-jährige Leiter. Außerdem würde der Kontakt bei vielen Älteren Erinnerungen an die eigene Kindheit oder an Zeiten wecken, als sie selbst noch Kinder betreuten.

Für mehr Generationen-Austausch will die Residenz auch ihre bestehenden Kooperationen mit Kindergärten und Schulen intensivieren. „Wir haben zum Beispiel vor, dass wir nicht nur die Kinder zu uns einladen, sondern auch mit den Senioren in die Kindereinrichtungen gehen“, meint Groß. Das Konzept, das in der niedersächsischen Firmenzentrale entwickelt wurde, soll jetzt sukzessive in allen K & S-Häusern bundesweit umgesetzt wird.

„Ziel ist es, unsere Einrichtung zu einem offenen Treffpunkt für alle Generationen zu machen“, erklärt Groß. Viele würden immer noch denken, dass Kinder in einer Seniorenresidenz stören. Diese Befürchtung möchte die Residenz Angehörigen nehmen. „Kinder sind uns immer willkommen“, meint der Residenzleiter.

Von Cornelia Braun

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