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Grimmas Jugendhaus hat neuen Leiter

Grimmas Jugendhaus hat neuen Leiter

Mit seiner jahrelangen Erfahrung will der neue Leiter Matthias Buchold des Kinder- und Jugendhauses ComeIn „aufräumen“. Am Montag war sein erster Arbeitstag.

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Matthias Buchold: der neue Leiter des ComeIn in Grimma

Quelle: Thomas Düll

Grimma. Matthias Buchold schaut besorgt aus dem Fenster und erklärt: „Es gibt derzeit Stürme draußen und im Lande Sachsen.“ Der neue Leiter des Kinder- und Jugendhauses ComeIn hat den Posten von seinem Vorgänger Uwe Killisch in turbulenten Zeiten übernommen; und zwar in zweierlei Hinsicht.Während draußen noch die Nachwehen des Sturmes Xynthia spürbar waren, formierte sich in Grimma der Widerstand gegen die Sparpläne der sächsischen Landesregierung. Mit den symbolisch zerplatzenden Seifenblasen auf dem Marktplatz begann der erste Arbeitstag von Buchold.„Seifenblasen repräsentieren aber nicht die Arbeit in diesem Haus“, sagt er, „eher ein Heißluftballon.“ Der ausgebildete Erzieher will vieles neu, aber nicht alles anders machen als sein Vorgänger. „Ich habe einen großen Respekt vor seiner Arbeit.“Eine seiner ersten Aktionen war, den Jugendlichen den Bierkonsum erst ab 20 Uhr, statt wie bisher 18 Uhr, zu erlauben. Dafür bleibt das Haus freitags und sonnabends nun bis neun geöffnet. Das sei zwar mit Murren kommentiert worden, aber man müsse konsequent sein. „Die Leute kommen ja nicht nur zum Trinken oder Abhängen zu uns.“ Aber es müsse beachtet werden, dass viele Jugendliche aus einem Umfeld kämen, in dem das erste Bier des Tages schon früh getrunken würde. „Ich denke, wir hatten einen guten Start.“Im Umgang mit jungen Menschen sind dem gebürtigen Oranienburger drei Dinge wichtig: Er fordert Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und authentisch zu sein. „Mir ist es egal, welchen Aufkleber, welche Haarlänge oder -farbe jemand trägt. Ich versuche, Menschen vorurteilsfrei zu begegnen.“Seine ersten Erfahrungen in Sachen soziale Arbeit sammelte Matthias Buchold bei der „Kirche im Container„ in Oranienburg. „Dort war alles viel kleiner als hier“, erzählt er. In zwei Baucontainern wurde am Wochenende der Gottesdienst abgehalten.Für ihn persönlich sei es wichtig die bisherigen Angebote zu erhalten und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Konkret denkt er dabei an gemeinsame Angebote mit Schulen und Horten, denn „wir sind ein großes Haus“. Auch die Beziehung zur evangelischen Kirche und anderen Jugendhäusern sollen vertieft werden. „Zusammen kann man größere Dinge schaffen“, erklärt er diesen Gedanken.Da der Altersdurchschnitt der Jugendlichen, die das Angebot von ComeIn nutzen, relativ hoch ist, will sich der neue Leiter des Hauses zusätzlich auf jüngere Zielgruppen konzentrieren, ohne die älteren zu vernachlässigen. „Vielleicht könnte man um die Mittagszeit zum Beispiel Angebote für Hortkinder machen.“Viele seiner Pläne hängen dabei von der finanziellen Entwicklung im Jugendbereich ab. Sollte der Träger, die Diakonie, von den Sparmaßnahmen betroffen sein, würden diese auch für das ComeIn Folgen haben. Buchold sagt dazu: „Einige Jugendhäuser haben schon angekündigt, dass sie schließen müssen, falls weiter gekürzt wird.“ 

Thomas Düll

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