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Wurzen Größte Solaranlage Wurzens arbeitet auf dem WRC-Dach
Region Wurzen Größte Solaranlage Wurzens arbeitet auf dem WRC-Dach
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05:00 31.12.2009
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. Gleichsam sieht Lüderitz das Projekt als Marketing-Instrument für seine Firma, die damit auch ihren Web-Auftritt „umweltpolitisch“ ergänzt.

Das Wurzener Unternehmen verarbeitet metallhaltige Abfälle aus der Industrie zu Metallkonzentraten und bietet die neu entstandenen Produkte als Rohstoff an. Die Verfahren sind sehr energieintensiv. Rund 4,5 Millionen Kilowattstunden Energie verbraucht das Unternehmen pro Jahr. Der größte Teil der genutzten Energie kommt daher zwangsläufig aus konventionellen Quellen. Allerdings – mit der gewonnenen Energie der neuen Solaranlage könnte das Unternehmen immerhin etwa fünf Prozent seines Energiebedarfs decken.

Eberhard Lüderitz liebäugelt schon lange mit dem Einsatz alternativer Energiegewinnung für das Unternehmen. Vor gut fünf Jahren wurde über die Installation einer Windkraftanlage und zwei Jahre später über die Möglichkeit einer Biogasanlage nachgedacht. Jetzt, als er den Vorschlag mit der Solaranlage machte, seien die Gesellschafter Feuer und Flamme gewesen. „Da bin ich offene Türen eingerannt“, sagt Lüderitz. Die Gesellschafter gaben grünes Licht, so dass die Montagearbeiten im September beginnen konnten.

Doch mit der Installation allein war es nicht getan. Vorab mussten die Dächer auf Tragfähigkeit überprüft werden. „Das war recht aufwändig, denn die Solarmodule stehen auf ausgeklügelten Unterkonstruktionen“, erklärt der Geschäftsführer beim Dachrundgang. Eingekauft hat WRC Technik und Solar-Module ausschließlich im Osten Deutschlands. „Wir haben darauf bestanden, als wir das Geschäft mit der Sybac-Solar in Dresden abschlossen“, sagt Lüderitz. So kommen die Solar-Module von der Firma First-Solar aus Frankfurt an der Oder. Bei Aufbau und Installation werkelten nur Firmen aus der Region.

Seit Anfang Dezember speist WRC die gewonnene Elektrizität in das Netz der Envia ein. Bis zu 171 Kilowatt Leistung kann die Anlage fahren. 2200 Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Die fest installierten Module sind zehn Grad nach Süden geneigt und bedecken vollständig eine Lagerhalle des Unternehmens sowie die südlichen Teile der Produktionshalle. Ein Komplettdeckung habe da keinen Sinn gemacht, erklärt Eberhard Lüderitz und verweist auf den riesigen Schornstein nahe des Gebäudes. Dessen Schatten streift regelmäßig über Teile des Hallendaches und hätte die Wirkung der Module stark reduziert.

Das solare Dachkraftwerk kostete WRC rund 650000 Euro. Der Freistaat Sachsen steuert 25 Prozent Investitionszulage bei. WRC kassiert für den eingespeisten Strom eine entsprechende Einspeisevergütung vom Energieversorger. „Wir gehen davon aus, dass sich die Anlage in etwa neun Jahren refinanziert hat“, sagt der WRC-Geschäftsführer.

Drago Bock

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