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Wurzen Großbrand in Brandiser Wohnhaus
Region Wurzen Großbrand in Brandiser Wohnhaus
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05:00 04.10.2011
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. Acht Familien können nicht zurück in ihre Wohnungen.

Noch immer sind die Spuren der Brandnacht im Neubaukomplex sichtbar – verrußte Fassade, zerborstene Scheiben, Polizeiabsperrung. Ein Schild an der Eingangstür weist daraufhin, dass die Post jetzt beim Hausmeister abzugeben sei. Denn das Haus darf derzeit nicht betreten werden.

„Es sind massive Brandschäden vorhanden, die Baustatik ist durch die Hitzeentwicklung gefährdet", sagt der Brandiser Stadtwehrleiter Andreas Lienert. Zum Glück, so teilen Feuerwehr und Polizei später mit, gab es keine Verletzten oder gar Toten. „Dies war jedoch lange nicht klar", so Lienert. Denn bei Eintreffen der Feuerwehr habe die Kellerwohnung bereits lichterloh gebrannt. Man habe lange nicht gewusst, ob sich der Mieter noch in der Flammenhölle befindet. Der Versuch der Feuerwehr, durch das Treppenhaus in diese Wohnung zu gelangen, musste abgebrochen werden. „Es ist dabei zur Durchzündung gekommen, wobei sich zwei Kameraden leicht verletzten", sagt der Brandiser Ortswehrleiter Thomas Eckert. Der 41-jährige Mieter der Wohnung habe sich jedoch zum Brandzeitpunkt stationär im Krankenhaus Wurzen befunden, wie später ermittelt werden konnte. Gerüchte, dass sich dennoch jemand in der Wohnung aufgehalten habe, konnten nicht bestätigt werden. „Die Kriminaltechniker waren am Sonntag vor Ort und haben keine menschlichen Überreste gefunden", sagt Polizeihauptkommissar Steffen Manzke.

Bereits in der Nacht wurde das Gebäude zwei Mal systematisch von der Feuerwehr durchsucht. „Wir haben Bewohner noch herausgeholt, zusätzlich die vier umliegenden Häuser evakuiert, viele standen aber schon auf der Straße", so Lienert. Denn der Hausmeister des Gebäudekomplexes, der seinen Namen nicht nennen möchte, hat vorbildlich reagiert. „Ich wurde intuitiv munter", erzählt der Brandiser, der direkt neben dem Mehrfamilienhaus wohnt. „Da habe ich die Flammen gesehen und die Feuerwehr gerufen. Danach bin ich rüber und habe die Leute aus den Wohnungen heraus geklopft", sagt der Hausmeister. „Es kam mir teilweise Qualm entgegen. Die ältere Frau oben hat ganz tief geschlafen. Da wurde mir selbst schon schlecht." Auch gestern steht er noch immer fassungslos vor der Nummer 17, muss die Ereignisse noch verarbeiten, immer wieder kommen Schaulustige. „Ich mache jetzt drei Wohnungen in anderen Häusern fertig. Denn die Leute haben ja nix mehr." Acht Familien sind derzeit bei Freunden und Verwandten untergebracht, teilweise im Hotel. „Die Jahnhöhe Nummer 17 ist nicht mehr bewohnbar", sagt Stadtwehrleiter Lienert. Die Polizei hat die Ursachensuche noch nicht abgeschlossen und ermittelt in alle Richtungen.

Linda Dietze

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