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Wurzen Großes Familienfest bei der Wurzener Arbeiterwohlfahrt
Region Wurzen Großes Familienfest bei der Wurzener Arbeiterwohlfahrt
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11:30 30.05.2016
Auch die Linedancer aus Nerchau gehören mit zur Awo – und treten beim Familienfest auf. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
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Wurzen

 
 

In diesem Jahr gibt es übrigens gleich zwei runde „Hausgeburtstage“. Das Seniorenzentrum in Wurzen sowie das Heim in Dornreichenbach wurden vor 20 Jahren eröffnet. Leiter dieser beiden Einrichtungen ist Heiko Jentzsch, den derzeit auch das geplante Pflegestärkungsgesetz umtreibt. „Aus den bisherigen drei Pflegestufen werden dann fünf Pflegegrade. Das bringt nicht unbedingt mehr Bürokratie, sondern hilft allen, die in den eigenen vier Wänden betreut werden. Angehörige werden dadurch entlastet. Für alle Betroffenen ist das ganz klar eine Verbesserung.“ Fachkräftemangel in der Pflege ist immer ein Thema – auch bei der Awo im Muldental? Hier kann Jentzsch Entwarnung geben. „Wir haben aktuell drei Auszubildende und im nächsten Jahr kommen zwei hinzu. Ausbildung für den eigenen Bedarf hat bei uns Tradition und wir garantieren den jungen Leuten die anschließende Übernahme.“ Allerdings werde die Nachwuchsgewinnung perspektivisch eine Herausforderung bleiben.

Vieles in der alltäglichen Arbeit der Awo ist ohne ehrenamtliches Engagement undenkbar. „Wir haben rund 60 ehrenamtliche Helfer und insgesamt 500 Mitglieder, die sich auch vielfältig einbringen“, betonte Olav Chemnitz, Vorsitzender des Awo-Kreisverbandes Mulde-Collm. „Uns ist es wichtig, dass heute alle Altersgruppen zusammen sind. Leider ist es ja im Alltag oft so, dass junge Leute immer nur funktionieren müssen, und die älteren und gebrechlichen Menschen gar nicht sichtbar sind und hinter den Gardinen bleiben.“

Ehrenamt heißt bei der Awo übrigens auch Tanz – den Beweis traten zum Familienfest die Mitglieder der Linedancer aus Nerchau an. „Als uns die Trainingsmöglichkeit wegfiel, fanden wir im Awo-Jugendhaus eine neue Heimat“, schaute Barbara Mockschan zurück. Seit fünf Jahren gehören die 35 Tänzerinnen und Tänzer deshalb zum Awo-Ortsverein Nerchau. „Wir sind offen für alle Generationen, von der Jugend bis zum Rentenalter. Unsere älteste Tänzerin ist 75 Jahre.“

Von Bert Endruszeit

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