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Wurzen Großvermieter investiert 2,7 Millionen Euro in Modernisierung des Wohnungsbestandes
Region Wurzen Großvermieter investiert 2,7 Millionen Euro in Modernisierung des Wohnungsbestandes
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00:19 09.07.2017
Mehr Wohnqualität: Zu den Investitionen des Vorjahres gehörte unter anderem der Anbau von Balkonen.
Wurzen

Mit einem positiven Ergebnis hat die Wohnungsgenossenschaft (WG) Wurzen das Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen. Zur Vertreterversammlung im Sitz des Unternehmens, Georg-Schumann-Straße 25, legten der Vorstand und Aufsichtsrat zunächst Rechenschaft ab und erläuterten die wichtigsten betrieblichen und wohnungswirtschaftlichen Kennziffern.

Demnach betrug der Leerstand im Jahresmittel 2,5 Prozent. „Es stiegen im Vergleich zu 2015 sowohl die Auszüge als auch die Einzüge“, teilte Sven Mittenzwei, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft, mit. Konkret standen 113 Einzügen insgesamt 123 Auszüge gegenüber – „hauptsächlich bedingt durch Altersgründe.“ Darüber hinaus verzeichnete der Wurzener Großvermieter bis zum Jahreswechsel 210 Wohnungssuchende auf der Interessentenliste, für die es nunmehr gilt, in nächster Zeit eine passende Wohnung zu finden. „So viele Wünsche gab es noch nie zuvor“, kommentierte Mittenzwei die Rekordzahl.

Zu den weiteren Eckdaten: Mit Stichtag 1. Januar 2017 verfügte die Genossenschaft über 1762 Mitglieder und investierte im Vorjahr 2,7 Millionen Euro in den Gebäudebestand. Auch dies, so der 49-Jährige, sei der höchste Wert in den vergangenen 15 Jahren. Unter anderem wurden Balkone angebaut, Fassaden aufgefrischt, Treppenhäuser renoviert, Wohnungen modernisiert sowie der Brandschutz verbessert.

Zum Bestand gehören derzeit 1686 Wohnungen in Wurzen, Brandis und Umgebung, ferner 205 Garagen. Überdies verwaltet das Unternehmen eine Vielzahl „fremder“ Immobilien. „Unser Jahresgewinn 2016 lag bei 574 000 Euro, die Gewerbesteuerzahlung an die Stadt Wurzen betrug 120 000 Euro“, fügte Mittenzwei an. Der Gewinn fließt übrigens auf die Entscheidung der Vertreter hin in die Rücklagen der WG Wurzen. Zuletzt informierte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Gündel über die erfolgreiche Wirtschaftsprüfung und verlas die Zusammenfassung des Prüfergebnisses. Im Nachgang wurden Vorstand sowie Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit 2016 entlastet und zwei Aufsichtsratsmitglieder in ihrer Funktion für weitere drei Jahre bestätigt. Mittenzwei: „Nach gut zwei Stunden endete schließlich die Vertreterversammlung der genossenschaftlichen Familie mit durchweg zufriedenen Gesichtern.“

Die WG ist bereits 63 Jahre alt. So gründeten 14 Personen, vor allem Arbeiter des damaligen Nahrungsmittelkombinates der Teppich- und Filzfabrik, am 22. Dezember 1954 den Vorgänger der heutigen Genossenschaft unter dem Namen „Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Albert Kuntz“. Mit dem Bau der ersten Wohnblöcke im Steinhof legten sie dann anderthalb Jahre später das Fundament des Immobilienbestandes. Im April 1957 zogen hier die ersten Mieter ein. 1978 fusionierten die dazumal bestehenden fünf regionalen Genossenschaften in Wurzen, Brandis, Bennewitz, Lüptitz und Hohburg zu einer.

Von Kai-Uwe Brandt

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