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Wurzen Grubnitz: Kafril rückt zu Notreparatur an
Region Wurzen Grubnitz: Kafril rückt zu Notreparatur an
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16:50 19.05.2015
Bruch bei Grubnitz: Die Firma Kafril begann am Samstag, wenigstens die Deichsohle wieder herzustellen. Als wäre nichts gewesen, floss die Mulde friedlich vorbei. Quelle: Andreas Röse

Das Hochwasser machte nördlich von Grubnitz mit dem Schutzwall kurzen Prozess.

Freitagfrüh hieß es noch, ein auf Grund des Lecks in Kollau angeforderter Bundeswehrhubschrauber werde zeitnah auch das Loch bei Grubnitz verschließen. Die Rede war von nur zwei Flugminuten, die die Retter vom anderen Muldeufer herüber bräuchten. Dann kam die Meldung: 18 Uhr sei mit den Piloten zu rechnen. Da man nicht wusste, wo die Helis die mit Sandsäcken gefüllten Bigs Bags aufnehmen, wurde bei Grubnitz ein Landeplatz provisorisch hergerichtet. Um so enttäuschter war man, als es plötzlich hieß: An der Bruchstelle werde gar nichts gemacht, sie bleibe so wie sie ist. Eine Auffüllung aus der Luft sei viel zu aufwändig.

Am Samstagmorgen entschied der Aufbaustab des Kreises dann doch noch, auch nach Grubnitz Technik zu entsenden. Die Firma Kafril aus Großzschepa wurde beauftragt. Allerdings handelt es sich nicht um eine komplette Schließung des gebrochenen Deiches. Lediglich die Dammsohle, kam die Botschaft aus der Krisenzentrale in Grimma, werde vorerst wieder hergestellt. "Die Situation ist für uns nicht befriedigend", meinte Gemeinderat Bernd Laqua. "Der Schutz ist nur so lange gegeben, wie die Mulde nicht wieder verrückt spielt." So viel er wisse, sei nur Material bis zu 50 Zentimeter oberhalb der Wasserlinie aufgebracht worden.

In der Ortschaft Bennewitz war weiter Entspannung zu verzeichnen. Die Durchgänge im Schulweg und in der Bahnhofstraße, die angesichts der nahenden Wassermassen vor Wochenfrist mit Schotter verbarrikadiert wurden, sind wieder nutzbar. Kein Durchkommen gibt es hingegen auf der B 107 via Grimma. "Hier steht immer noch das Wasser", so Gemeindewehrleiter Olaf Ettig gestern Abend. Bevor der Verkehr wieder rollen kann, müsse ein Gutachter grünes Licht geben, um mögliche Unterspülungen auszuschließen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2013

Simone Prenzel

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