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Grüne Oasen sollen für junge Familien und Senioren attraktiver werden

Kleingärtner im Landkreis Grüne Oasen sollen für junge Familien und Senioren attraktiver werden

Langfristig wird die Zahl der Kleingärtner im Landkreis weiter zurückgehen. Das ist keine neue Erkenntnis. Zumindest im ehemaligen Muldentalkreis scheint es aber aktuell eine gewisse Trendumkehr zu geben.

Kleingartenverein in Prießnitz.

Quelle: Andreas Röse

Landkreis Leipzig.

„In Borna haben wir kaum Probleme“, so Neumann, der für etwa 5000 Kleingärtner in 104 Vereinen zuständig ist. In der Kreisstadt gibt es kaum größere Leerstände in den mehr als 20 Kleingartenanlagen. Das hängt womöglich damit zusammen, dass in den letzten Jahren drei Anlagen in unmittelbarer Nähe der Wyhra aus Gründen des Hochwasserschutzes aufgegeben werden mussten, was eine erhöhte Nachfrage nach freien Kleingärten in anderen Sparten zur Folge hatte. Im Süden, etwa in Geithain oder auch in kleineren Orten, gebe es erhebliche Leerstände, sagt Geschäftsführer Neumann, während die Welt der Laubenpieper in Rötha und Böhlen wiederum nahezu in Ordnung ist.

Ein generelles Problem sei aber das steigende Alter vieler Kleingärtner. Die geben ihre grüne Oase heutzutage zwar erfreulicherweise nicht mehr mit 70 Jahren auf, sondern halten durchaus bis 80, 85 an Rasenpflege, Grünverschnitt und Zaunreparaturen fest. Wenn sich die betagten Kleingärtner dann aber tatsächlich zurückziehen, findet sich vielfach kein Nachfolger mehr. Neumann rechnet deshalb damit, dass die Zahl der Kleingärtner in seinem Verband bis zum Jahr 2020 um etwa 15 Prozent sinken wird – auf dann vielleicht etwa 4300 Kleingärtner.

Auch Neumanns Wurzener Kleingartenverbandskollege Lichtenberger kennt das Problem. Und er weiß, dass viele der älteren Kleingärtner auch deshalb so lange wie möglich ihren Garten behalten, weil sie fürchten, keinen Nachpächter zu finden. Dabei gibt es im Muldental durchaus ein steigendes Interesse von Familien an einem Kleingarten. Ein positives Zeichen, so Lichtenberg, denn: „Uns fehlt die Generation der Wende.“ Also die Leute, die angesichts der neuen Chancen nach der Wiedervereinigung lieber zu Häuslebauern wurden. Oder die, meist wegen fehlender Arbeit im heimischen Muldental, aus Gründen des Broterwerbs Richtung Westen zogen. „Wir sind deshalb schon vor Jahren in die Öffentlichkeit gegangen“, sagt Lichtenberger. Mit Argumenten, die für einen überzeugten Kleingärtner auf der Hand liegen: „Wir bieten ein Stück Grün, das sich jeder leisten kann.“ Weil die Pacht für ein kleines grünes Refugium im Muldental zwischen sechs und acht Cent pro Quadratmeter liegt und auf diese Weise vielleicht 20 oder auch 24 Euro im Jahr zu berappen sind – zuzüglich eines Mitgliedsbeitrags im Kleingartenverein. „Da zahlen sie vielleicht 50 und höchstens 100 Euro“, im Jahr, was auch für andere als Groß- oder nur Durchschnittsverdiener erschwinglich scheint.

Lichtenberger betont, dass es jetzt darum gehe, die vorhandenen Anlagen so attraktiv zu machen, dass sie 2020 oder auch 2030 noch genutzt werden. Das könne den Rückbau nicht mehr genutzter Gärten bedeuten. Es müsse aber auch darum gehen, den Bedürfnissen der Kleingärtner entgegenzukommen. Etwa durch die Errichtung neuer Parkplätze, mit denen auch ältere Kleingärtner möglichst nah an ihre Parzellen heranfahren können.

Von Nikos Natsidis

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