Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Grüner Ring durch den Landkreis auf neuen Routen
Region Wurzen Grüner Ring durch den Landkreis auf neuen Routen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 13.07.2018
Pedalritter auf dem Radweg Grüner Ring am Cospudener See. Quelle: LVZ
Landkreis Leipzig

Ob Landschaftspflege, Gewässerentwicklung oder Tourismus – die Mitgliedskommunen des Grünen Ringes stimmen sich über gemeinsame Projekte ab und treiben Themen voran. „Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist die weitere Optimierung der gleichnamigen Radroute“, informiert Heike König, Geschäftsstellenleiterin des Grünen Ringes (GRL) mit Sitz in Borsdorf.

140 Radkilometer durch Mitgliedskommunen

Der GRL ist Namensgeber für zwei Radwege, die bislang unter dem Titel Innerer und Äußerer Grüner Ring firmieren. Erster führt über rund 70 Kilometer entlang der Leipziger Stadtgrenzen. Der Äußere Grüne Ring verbindet über die Mitgliedskommunen des Bündnisses. Die 140-Kilometer-Tour verläuft durch idyllische Ortschaften, streift Elster- und Luppenaue, Parthenaue, Naunhofer und Brandiser Forst sowie das Leipziger Neuseenland.

Schladitzer See wurde bereits in Route eingebunden

Bereits in der Vergangenheit wurden Änderungen im Leipziger Norden vorgenommen. Hier galt es, der touristischen Entwicklung am Schladitzer See Rechnung zu tragen. In Abstimmung mit den Gemeinden Rackwitz und Schkeuditz führt die neue Trasse seit längerem zum Sportstrand auf Rackwitzer und zum Biedermeierstrand auf Haynaer Seite.

Blick durch die Parthenaue nach Sehlis

Gepostet von Grüner Ring Leipzig am Dienstag, 5. Juni 2018

„Gemeinsam mit weiteren beteiligten Akteuren werden wir in diesem Jahr eine komplett neue Beschilderung des gesamten Grünen Ringes umsetzen“, informiert Heike König weiter. Das Ganze ist eingebettet in das Vorhaben SachsenNetz Rad, das der Freistaat als neues touristisches Hauptnetz für Radwege über das gesamte Land spannt. Zur einfacheren Orientierung will Sachsen sein touristisches Radwegenetz komplett und einheitlich beschildern. „Der Grüne Ring ist dabei eine von über 60 regionalen Hauptrouten, denen besondere Beachtung zukommt“, betont Heike König. Höher werden im Landkreis Leipzig nur der Mulderadweg und der Elsterradweg eingestuft, die unter die Kategorie Radfernweg fallen. Davon existieren zehn im Freistaat.

Das neue Logo des Grünen Rings Leipzig. Quelle: LVZ

Vernetzung mehrerer Strecken ist das Ziel

„Kerngedanke ist, alle wichtigen Radlerstrecken zu vernetzen“, ergänzt Ute Haunstein, Mitarbeiterin im Landratsamt. „Der Landkreis Leipzig ist dabei gemeinsam mit Nordsachsen und der Stadt Leipzig Pilotregion.“ Heißt: Die Aufwendungen werden komplett vom Land getragen.

Der Grüne Ring nutzt die Chance, sich auch optisch neu zu präsentieren. „Wir treten ab sofort mit einem neuen Logo auf“, informiert die Chefin der Geschäftsstelle. Außerdem firmiert der Äußere Grüne Ring in Zukunft unter dem Titel „Grüner Ring Leipzig“.

Der neue Streckenverlauf zwischen Brandis und Naunhof (rot) führt künftig über Wolfshain, Eicha und Erdmannshain. Quelle: LVZ

Streckenoptimierungen wurden ebenfalls vorgenommen. „In Borsdorf wird die Trasse an den Bahnhof verlegt und mit der Parthe-Mulde-Radroute zusammengeführt“, erläutert Heike König. Änderungen gibt es auch im Bereich Brandis-Naunhof, wo die Route in Zukunft über Wolfshain, Eicha und Erdmannshain führt. Zwischen Belgershain und Großpötzschau verläuft der Grüne Ring ebenfalls auf neuen Pfaden. Wurden die Pedalritter bisher über Dreiskau-Muckern geführt, rollen sie bald über Oelzschau und Kömmlitz. „Der Weg“, so Heike König, „wird dadurch kürzer und führt unter anderem an den Oelzschauer Teichen entlang.“

Von Belgershain führte der Grüne Ring bislang über Dreiskau-Muckern am Störmthaler See – künftig werden Rad-Touristen durch Oelzschau geführt. Quelle: LVZ

SachsenNetz Rad

Unter der Marke SachsenNetz Rad werden im Freistaat regionale und Fernwegen neu verknüpft. In der Region Leipzig betrifft das rund 950 Kilometer, die neu auszuschildern sind. Bei Streckenbefahrungen wurden Kreuzungspunkte festgestellt, an denen die Radtouristen die Richtung wechseln können. Die lückenlose und klare Wegweisung soll die Qualität der Routen verbessern, teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) als federführender Akteur dazu mit. Wegweiser werden an allen Entscheidungspunkten, also Abzweigungen oder Kreuzungen einer Radroute mit einer weiteren Route oder dem Straßennetz, aufgestellt.

Auf den Wegweisern wird das übergeordnete Fernziel als Orientierung und die nächste Ortschaft als Nahziel mit der Entfernungsangabe ausgewiesen. Jede einzelne Route hat zumeist ein separates Routenlogo, welches zusätzlich an der Wegweisungstafel angebracht wird und der besseren Orientierung beim Abfahren einer Route dient. Daneben kann mit sogenannten Zielpiktogrammen vor der Ortsangabe beispielsweise auf Bahnhöfe oder Freibäder hingewiesen werden. „Damit wird ein einheitlicher Standard zu Inhalten, Gestaltung und Qualität gewährleistet“, so das Lasuv. Dies verbessere die Orientierung und erleichtere die Wartung.

Von Simone Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sechs Feuerwehren rücken zum Feldbrand zwischen Bunitz und Thallwitz aus. Tanker holen Wasser heran, um Schlimmeres bei dem durch eine brennende Strohpresse ausgelösten Brand zu verhindern.

10.07.2018

Die Anwohner der ehemaligen B 6 in Gerichshain fordern ein Durchfahrtverbot für Lkw. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, überreichten sie Vize-Bürgermeister Klaus Zaspel (CDU) eine Liste mit 88 Unterschriften.

12.07.2018

Steine, Äste und sogar Hundekot verdarben den Kids auf dem Wurzener Spielplatz im Park des Alten Friedhofes die Laune. Mitglieder des Verschönerungsvereins Stadtwandler ergriffen die Initiative und säuberten Buddelkasten und Grünanlagen.

09.07.2018