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Wurzen Grünes Licht für Brandiser Kita-Neubau
Region Wurzen Grünes Licht für Brandiser Kita-Neubau
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00:22 08.07.2018
Freude bei Bürgermeister Arno Jesse (r.) und den Brandiser Kita-Kindern mit ihrer Leiterin Maria Reichelt: Landrat Henry Graichen (2.v.r.) übergab gestern Baugenehmigung und Fördermittelbescheid für den Neubau der Kita. Quelle: Thomas Kube
Brandis

Sonnige Aussichten für den Kita-Neubau in Brandis. Bei strahlendem Sonnenschein übergab Landrat Henry Graichen (CDU) am Mittwoch den Fördermittelbescheid sowie die Baugenehmigung für das städtische Projekt an Bürgermeister Arno Jesse (SPD).

Kinder reden nicht über Genehmigungen

Auf die Wiese hinterm Bahnhof, auf der die Kindertagesstätte entstehen soll, waren natürlich auch Kinder aus dem „Regenbogen“ in der Pappelallee gekommen, der hierher umziehen soll. „Die Fünfjährigen werden beim Umzug noch dabei sein“, sagte Kita-Leiterin Maria Reichelt. „Was braucht man denn, um zu bauen“, fragte der Landrat die Knirpse. „Steine“, kam die prompte Antwort. „Die denken eben ganz praktisch, die reden nicht von Genehmigungen“, schmunzelte Jesse.

Eins von vier Projekten

Mit der bürokratischen Seite indes musste sich unter anderem der Stadtrat befassen. Im September 2017 hatte er das Leipziger Architekturbüro quartier vier mit der Planung als Basis des Bauantrages beauftragt. Fast zeitgleich wurde der Fördermittelantrag gestellt. Das Vorhaben an sich verfolge man bereits seit drei, vier Jahren, erklärte Jesse. Die Stadt hatte immer auf die passende Förderkulisse gewartet. „Wir freuen uns natürlich, dass Baugenehmigung und Förderung jetzt da sind, und das schneller als erwartet.“ Mit dem jetzigen Bescheid fördert der Landkreis Leipzig über die Verwaltungsvorschrift Kita-Bau nach Abstimmung mit Städte- und Gemeindetag sowie Kreistagsbeschluss 50 Prozent der auf drei Millionen Euro veranschlagten Baukosten. Die Mittel stehen in den Haushaltjahren 2018, 2019 und 2020 zur Verfügung.

Bedarf an Plätzen

Das Brandiser ist eines von vier Projekten im Landkreis. Graichen sprach die Hoffnung aus, in diesem Jahr noch weitere Bescheide übergeben zu können, in Zwenkau beispielsweise müsse man sich bereits mit einer Containerlösung behelfen. „In Brandis hat man am schnellsten und mit einem Neubau auch am nachhaltigsten reagiert“, lobte er. Der Bedarf spiegelt die Steigerung der Geburtenzahlen im Landkreis wieder. „Seit 2013 haben sie sich bei rund 2000 im Jahr eingependelt. In Brandis kommt noch der Zuzugseffekt dazu“, so der Landrat.

Die neue Kita soll 180 Kindern Platz bieten – 60 im Krippen- und 120 im Kindergartenbereich. Mit 68 Kindergarten- und sechs Krippenplätzen in der Pappelallee und 22 in der Außenstelle der Krippe ist die Kapazität aktuell deutlich geringer.

Integrative Nutzung

Vorgesehen ist eine eingeschossige Bauweise. Besonderes Augenmerk, so Jesse, habe man auf die integrative Nutzung der Einrichtung gelegt. Den Kern des „Hauses der Kinder“ bildet das Kinderforum, ein Treffpunkt, um den sich die Krippen- und Kitaräume sammeln. Diese sind wie kleine Appartements organisiert: Je zwei Gruppen teilen sich Garderobe und Bad und können über einen direkten Ausgang einen eigenen Garten vor der Gemeinschaftsspielfläche nutzen. Dem Kinderhaus ist der Verwaltungsriegel mit Personal-, Technik-,und Nebenräume vorgelagert. Durchbrochen wird er durch einen Mehrzweckraum, der mit seinem Sportboden für Bewegungsspiele geeignet ist, durch seine Nähe zur Ausgabeküche aber auch für Veranstaltungen. Jesse geht davon aus, mit dem Bau noch vor Jahresende starten zu können. Aktuell werde die Ausschreibung vorbereitet, im Oktober sollen im Stadtrat erste Aufträge vergeben werden.

Meilenstein für Umgestaltung des Bahnhofsareals

Die Kita ist, so Jesse, ein erster Meilenstein für das Areal rund um den ehemaligen Bahnhof, denn das werde in den nächsten Jahren deutlich aufgewertet. So soll auf der 1,4 Hektar großen Fläche, von der die Kita etwa ein Drittel belegen wird, in Regie der Wohnungsbaugesellschaft ein Wohngebiet entstehen. „Der Bebauungsplan wird gerade vorbereitet“, sagte Jesse. Los gehen soll es 2018 auch noch mit Drainagearbeiten im Stadtpark. Für dessen Sanierung hat die Stadt inzwischen eine Zusage über Leader-Fördermittel. Im Fokus sind auch der grundhafte Ausbau von Bahnhofstraße und Straße Am Bahnhof.

Von Ines Alekowa

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