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Wurzen Gute Laune auftanken
Region Wurzen Gute Laune auftanken
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05:00 11.07.2011
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. Kein Wunder – wenn ein Liebhaber historischer Technik Benzin im Blut hat.

„Habt Ihr Lust?", fragt Frank Altner in die Runde. Und ob sie Lust haben! Jedes Mal ist der Andrang groß, wenn Frank Altner durch seinen Benzol-Tempel führt. Genau genommen wird der Ansturm von Jahr zu Jahr größer und der Museumsgründer befindet sich am Sonnabendnachmittag im Dauereinsatz. Selbstverständlich bei bester Laune und die springt im Nu auf seine Besucher über. Zu fast jedem Ausstellungsstück weiß Altner eine Geschichte, fast jede wird mit Augenzwinkern erzählt. Egal ob jene vom Minol-Pirol, der „stets zu ihrem Wohl" durch die Werbewelt der „tausend tele tipps" geisterte oder jene von der „Eisernen Jungfrau" oder auch die, welche berichtet, wie die Uniform eines Tankwarts aus Abu Dhabi nach Borsdorf gelangte. „Und wer war der erste Fernfahrer? Mann oder Frau?" – bezieht er seine Zuhörer ein. Na, was das betrifft, unterschätzt der Zweenfurther aber seine Anhänger. „Eine Frau natürlich: Bertha Benz!" „Eine Strecke von 88 Kilometer ist sie gefahren und hat dabei zwölfmal getankt," ergänzt Altner. Das sei heutzutage natürlich nicht mehr nötig. Neue Exponate kommen nicht nur bei der historischen Technik hinzu, auch im Rittersaal oder in der Historischen Küche sind alte Raritäten zu bestaunen. Außerdem möchte Frank Altner mit seinem Museum die ganze Familie ansprechen. Und so beschauen Klein und Groß gerade die verschiedenen Holz-, Stein- und Metallbaukästen aus den 40er-, 50er- und 60er Jahren, die der Beuchaer Fred Richter zusammengetragen hat. Wer möchte da nicht gleich mal die Steine aufeinander setzen. Aber nichts da: alles gut bewacht von eindrucksvoll ausgerüsteten Rittern. In der Historischen Küche hat Rita Altner ihren Spaß mit den Besuchern: „,Oh, die Milchkannen hatten wir auch.’ ,Dort – der praktische Becher zum Zusammenklappen mit dem Spiegel hinten dran, so einer war immer beim Camping dabei…’ , heißt es immer wieder. „ Der Geschirrspüler ist aber neu", zeigen viele auch auf das einzige moderne Stücke in Rita Altners Reich. „Stimmt", lacht die Mutter vom Museumsgründer dann. Und wer sie erlebt, ahnt, woher Sohn Frank seinen Humor hat.

Doch egal, um welche Raritäten es sich handelt, alle wecken Begeisterung bei den Besuchern. „Mit Liebe und Witz präsentiert und gut gepflegt obendrein", lobt Familie Schaaf. Sabine Zeidler ist besonders von den Mopeds angetan. „Da, mit dem Sperber ist mein Vater gefahren." Philo (8) und Zeno (10) – das Borsdorfer Geschwisterpärchen erobert gleich ein historisches Gefährt. „Supereinrichtung", findet Gerold Trautner. Der Bad Lausicker ist mit seiner DKW RT 250/1; Baujahr 1954 erstmals nach Borsdorf gekommen. Dann – nach all dem Gucken, Staunen, Fachsimpeln – galt es gute Laune auch musikalisch mit dem Duo Spielholz aufzutanken. Ingrid Hildebrandt

Ingrid Hildebrandt

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