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Wurzen Gute Zeiten für die Wirtschaft im Kreis Leipzig
Region Wurzen Gute Zeiten für die Wirtschaft im Kreis Leipzig
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06:41 26.10.2018
Die Nähe zur Autobahn ist für viele Unternehmen wichtig. Quelle: Jens Paul Taubert
Landkreis Leipzig

Der Wirtschaft geht es derzeit gut, Bauland und Immobilien in Leipzig werden immer knapper – das ist gut für den hiesigen Landkreis. „Der Speckgürtel profitiert davon immer mehr“, sagte Michael Körner, Geschäftsführer der Invest Region Leipzig.

Als Gesellschaft der Stadt Leipzig, der IHK sowie der Landkreise Leipzig und Nordsachsen kümmert sich diese Agentur mit zwölf Festangestellten seit fünf Jahren um Ansiedlung und Akquise im Großraum Leipzig.

Die Nähe zu Autobahn oder Bundesstraße seien oft wesentlich bei Anfragen von Investoren. Auch der öffentliche Nahverkehr spiele eine Rolle, wenn es um den Arbeitsweg von Mitarbeitern geht.

Investor will oft Nähe zur Autobahn

Häufig würden sogar konkrete Kilometerangaben bis zur nächsten Autobahn genannt. Beispiel: „Ich brauche zwei Hektar maximal zehn Fahrminuten von der Autobahn entfernt.“ Die Agentur bietet dann alle passenden Grundstücke auf dem Territorium der Stadt Leipzig sowie der beiden Landkreise an.

Auch wenn es in Leipzig deutlich teuer ist, hätten sich bisher viele Investoren doch für die Großstadt entschieden. Das ändert sich derzeit – weil es nur noch wenige Flächen und Immobilien in der Messestadt gibt, sagte Körner. So werde das Umland immer interessanter.

Körner: A 72 bringt Schub für Borna und Kitzscher

Um so mehr, wenn sich die Verkehrsanbindung verbessert. „Die A 72 wird noch mal einen Schub bringen“, meinte der Geschäftsführer. Seine Agentur arbeitet im Landkreis Leipzig jetzt verstärkt mit den Mittelzentren Borna, Grimma, Wurzen und Markkleeberg zusammen.

Es gehe darum, die Alleinstellungsmerkmale der Städte besser hervorzuheben und die Vorteile des Standorts herauszuarbeiten. Auch für Kommunen, die etwas weiter weg von Leipzig liegen, habe sich die Situation verbessert: „Der Speckgürtel wird größer.“

Flächen im künftigen Gewerbegebiet Grimma schon verkauft

Die Stadt Grimma merkt das seit geraumer Zeit. „Die Gewerbegebiete an der Autobahn werden stark nachgefragt“, sagte Sebastian Bachran, Sprecher der Stadtverwaltung.

Das neue Industrie- und Gewerbegebiet Hengstberg – Nord III genannt – liegt direkt an der A 14 und ist noch nicht mal erschlossen, doch die sechs Hektar Land sind schon verkauft. Der zweite Bauabschnitt mit zehn Hektar ist bereits geplant, ein dritter mit sogar zwanzig Hektar soll für die Zukunft frei gehalten werden.

Ortsansässige Unternehmen möchten sich vergrößern

Auch in seit Jahren bestehenden Gewerbegebieten in Grimmaer Ortsteilen sieht es gut aus, so Bachran. In Großbardau sei nur noch wenig Platz, Mutzschen fast vollständig belegt, dort wird derzeit über eine Erweiterung nachgedacht. Nicht nur neue Firmen wollen sich ansiedeln, „viele Unternehmen vor Ort möchten sich vergrößern“.

In Grimma und den 64 Ortsteilen leben 28 000 Menschen – und es gibt eine ganze Menge Jobs vor Ort. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat die Kommune 2700 Gewerbebetriebe, vom kleinen Ein-Mann-Betrieb bis zum Großunternehmen.

Wurzen seit Jahren mit extrem niedriger Arbeitslosenquote

Auch Wurzen kann mit guten Nachrichten aufwarten. Diese Stadt liegt seit Jahren mit einer geringen Arbeitslosenquote in der Region weit vorn. Aktuell seien es 4,5 Prozent, sagte Ulrich Heß von der Standortinitiative Wurzen. Das Gewerbegebiet Mittelstandszentrum sei komplett ausgebucht.

Derzeit gebe es Überlegungen, das kleinere Gebiet Nord aufzuwerten, um dort Ansiedlungen zu ermöglichen. Im Umland sei das Gewerbegebiet Nischwitz hervorzuheben, wo zwei größere mittelständische Unternehmen arbeiten.

Von Claudia Carell

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