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Gymnasiasten aus Wurzen erhalten Hubertusburger Jugendfriedenspreis

Projekt „Elsa Brändström“ Gymnasiasten aus Wurzen erhalten Hubertusburger Jugendfriedenspreis

Mit dem mehrsprachigen Projekt „Elsa Brändström – Engel von Sibirien“ haben die Schüler der zehnten und elften Klasse des Wurzener Lichtwergymnasiums jetzt den Hubertusburger Friedenspreis erhalten. Die Verleihung fand im Schloss Hubertusburg in Wermsdorf statt.

Die Preisträger aus Wurzen (v.l.): Markus Knorrn, Lehrer Horst Kosel, Konstantin Peter, Projektleiterin Violetta Wollny, Jessica Ebert, Celia Uhlemann, Leonie Klemm und Sophia Aliev.

Quelle: Dirk Hunger

Wurzen/Wermsdorf. Nachdem Celia Uhlemann, Leonie Klemm, Sophia Aliev, Konstantin Peter, Jessica Ebert und Markus Knorrn vom Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium kurz vor den Herbstferien erfuhren, dass sie den ersten Platz und damit den Hubertusburger Jugendfriedenspreis 2016 gewonnen haben, war die Freude groß, da sie nach Wermsdorf ins Schloss Hubertusburg zur Verleihung eingeladen wurde.

Das Projekt „Elsa Brändström – Engel von Sibirien“, welches die Schüler im März dieses Jahres bereits mehrsprachig am Gefallenendenkmal auf dem Alten Friedhof zu Ehren von Elsa Brändström aufgeführten, beeindruckte nun auch die neunköpfige Jury, die sich unabhängig voneinander unter den 38 eingesandten Beiträgen entscheiden musste. Zu den Gästen des Festaktes gehörten Ralf Berger, Leiter der Regionalstelle Leipzig der sächsischen Bildungsagentur, der Landrat von Nordsachsen, Kai Emanuel, sowie Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller. Die Juroren würdigten das eingereichte Projekt aus Wurzen als sehr professionelle Arbeit und von großem Wert. Besonders die Tatsache, dass die Schüler Übersetzungen in Russisch, Schwedisch und Englisch eingearbeitet haben, kam gut an. „Das zeigt deutlich, wie die Sprache als friedvolles Medium Menschen verbinden kann“, unterstrich Cynthia Manzke von der Bewertungskommission.

„Das erste Mal bin ich mit Elsa Brändström durch meine Oma in Kontakt gekommen, weil sie mir immer ihre Geschichten vorgelesen hat“, erinnert sich Preisträger Konstantin Peter. Weil sich Brändström aufopferungsvoll um andere gekümmert habe, wolle man das Preisgeld – immerhin 300 Euro – in ihrem Sinne nutzen und im Gedenken an die beeindruckende Frau für einen guten Zweck spenden, kündigte er an. Ins Schwärmen gerät ebenso Celia Uhlemann, wenn sie vom „Engel von Sibirien“ spricht: „Das war eine Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse für völlig Fremde in den Hintergrund rückte.“ Die Tochter eines schwedischen Militärattachés in Russland kümmerte sich im Auftrag des Schwedischen Roten Kreuzes während des Ersten Weltkrieges um die Gefangenen in sibirischen Lagern. Als sie später in die USA übersiedelte, setzte sie sich von dort aus für Kinder ein, die während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland zu Waisen geworden waren. „Elsa Brändström war mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert, hat ihn aber leider nicht bekommen“, bedauert sie. Dabei hätte die Schwedin wirklich mehr Bekanntheit verdient – darum bemühe man sich in der Schule und freue sich sehr über die Anerkennung im Wettbewerb. „Der Hubertusburger Jugendfriedenspreis ist wie ein kleiner Friedensnobelpreis“, findet deshalb Uhlemann.

Begleitet wurden die Zehnt- und Elfklässler übrigens von Projektleiterin und Gymnasiallehrerin Violetta Wollny sowie Horst Kosel von der Schulleitung, die sich beide über den Erfolg freuten. „Die Veranstaltung hat sich nachhaltig ins Gedächtnis der Schüler eingeprägt“, sagt Wollny und: „Denkbar wäre, das Preisgeld der Stiftung ,Childhood’ zukommen zu lassen, welche von der schwedische Königin Sylvia ins Leben gerufen wurde.“ Aber das sei letztlich die Entscheidung der Gruppe.

Von LVZ

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