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Wurzen Hängende Obstgärten in Wurzen machen das Rennen
Region Wurzen Hängende Obstgärten in Wurzen machen das Rennen
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15:32 29.10.2015
Gegenwart und Zukunft vereint auf einem Schaubild, das die Wurzener Initiatoren  der „Hängenden Gärten“ ihrer Bewerbung beifügten. Quelle: Standortinitiative Wurzen
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Wurzen

Die hängenden Gärten von Babylon gehörten zu den sieben Weltwundern der Antike. Wie die blühenden Landschaften am Palast nahe dem Euphrat aussahen, ist nur aus Überlieferungen bekannt. Umso größer die Spannung an der Mulde: Wurzen träumt unterhalb seines Schlosses von hängenden Obstgärten.

Riesenjubel Mittwochabend in Torgau. Innenminister Markus Ulbig (CDU), Schirmherr des Wettbewerbs "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen", gibt den Sieger bekannt: Wurzen!!! Die vielgelobte Ausrichterstadt des Tages der Sachsen sorgt damit erneut für überregionale Schlagzeilen und sichert sich die Siegprämie von 30.000 Euro. Die auf Schloss Hartenfels anwesenden Katrin Hussock von der Standortinitiative, Stadtmarketing-Koordinator Peter Sauer und Schlossherr Ronny Wedekind reißen die Arme hoch. Die drei Initiatoren machten die Wurzener Bewerbung von Anfang an zu einem der ganz großen Favoriten. Die Idee: Das 2235 Quadratmeter große terrassierte Areal unterhalb von Schloss und Dom zu einem Kleinod zu gestalten. Ganz im Sinne der Bischöfe von Meißen, die im 15. und 16. Jahrhundert in Wurzen residierten und schon damals einen grünen Daumen bewiesen.

Erster Preis für Wurzen: Jörg Röglin (Zweiter v.l.), Katrin Hussock, Peter Sauer (Vierter v.l.) triumphieren. Schirmherr Markus Ulbig (r.) gratuliert. Quelle: Thomas Zittier

Erik Schulte, Leiter der Wurzener Prüfstelle des Bundessortenamtes, kann sich auf dem bislang verwilderten Hang kleinere Äpfelbäume und jede Menge Beeren vorstellen. "Toll, dass Wurzen das Rennen gemacht hat. Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier die Landwirtschaftsschule eröffnet. 1901 folgte der obstbauliche Lehrgarten. Die Stadt, bekannt für ihre vielen Gartenvereine, steht in der Tradition solcher Obstbaukenner wie Hermann Wolanke und Herbert Petzold. Noch heute wird in Wurzen der gärtnerische Nachwuchs ausgebildet. Grund genug für mich, die hängenden Gärten tatkräftig zu unterstützen." Auch Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) ist in Torgau aus dem Häuschen: "Ich freue mich riesig. Mit der Siegprämie und Geldern aus der Stadtsanierung können wir zeitnah starten."

26 Kommunen, so viele wie lange nicht, wetteiferten um die Preise. Während Grimma mit seinem "Leuchtturm für Mutzschen" leer ausging, verwies Wurzen solch ambitionierte Projekte wie jene aus Heidenau, Meißen, Oederan, Pirna, Dresden, Kamenz, Torgau und Stollberg auf die Plätze. "Hier ist Wunderland" überschrieben die Wurzener frei nach Ringelnatz ihren Tag der Sachsen. Nun messen sie sich sogar mit einem der antiken Weltwunder, den hängenden Gärten der Babylonier.

Haig Latchinian

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