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Wurzen Hamburger Privatsammler und Stifter zu Gast im Museum Wurzen
Region Wurzen Hamburger Privatsammler und Stifter zu Gast im Museum Wurzen
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16:21 03.04.2017
Lockere Gesprächsrunde: Sabine Jung hatte sich den Privatsammler und Stifter Peter Zimmermann in die Stadtgalerie eingeladen. Quelle: Foto: Frank Schmidt
Wurzen

Nachdem die Stadt Wurzen vom Hamburger Privatsammler und Stifter Peter Zimmermann zahlreiche Exponate aus dem Nachlass der Familie des Wurzener Juristen und Fabeldichters Magnus Gottfried Lichtwer sowie des Zeichners und Illustrators Richard Püttner überlassen bekam, hatte das begünstigte Kulturhistorische Museum unter Leitung von Sabine Jung den Mäzen zu einem Gespräch in die Stadtgalerie des Alten Rathauses der Ringelnatzstadt eingeladen.

„Herr Zimmermann stammt aus der Linie von Lichtwer mit 800 direkten Nachfahren. Und darunter befinden sich sehr illustere Geister, die mit Luther in Verbindung stehen oder auch mit namhaften Impressionisten“, erklärte die Museumsleiterin den Hintergrund dieser, wie sie sagte, „sehr zufällig entstandenen Bekanntschaft“.

Zimmermann, der sich selbst als „Jäger und Sammler“ bezeichnet, habe 1978 nach dem Tod seines Großvaters erstmals den Stammbaum gesehen und so erfahren, in welche Familie er hineingewachsen war. „Und das hat mich dann doch sehr neugierig gemacht“, sagte der 59-Jährige. Die Ahnenforschung bescherte Zimmermann dann allerlei Dinge, die er sorgfältig zusammentrug und durch den Erwerb von weiteren Exponaten ergänzte. Doch damit war es – gedanklich – noch nicht getan.

„Aber nun kommt man in ein Alter, wo man sich Gedanken darüber macht, was damit werden soll, wenn man nichts davon mit ins Grab nehmen kann und auch keine eigenen Kinder hat“, rechtfertigte er augenzwinkernd sein Handeln. Folglich setzte er erneut seine Recherche bei Magnus Gottfried Lichtwer an und erfuhr vom gleichnamigen Gymnasium in Wurzen. „Mit dem sehr angenehmen und interessanten Kontakt zum Museum in Wurzen und konkret zu Frau Dr. Jung war ich mir sicher, dass ich die gestifteten Exponate mit bestem Gewissen loslassen kann, weil sie hier in guten Händen sind. Der positive Nebeneffekt ist, dass die Dinge dann auch der wissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht werden“, sagte der Spender. Nach der Besonderheit seiner Vorfahren gefragt, stellte Zimmermann Folgendes fest. „In unserer Familie ist es in den letzten 500 Jahren in fasst allen Zweigen so, dass drei Dinge zusammenkommen oder sich abwechseln – Künstler, Kaufmann und Christen.“ Was freilich auch auf ihn persönlich abfärbte, denn er ist bisher nach eigenen Angaben in allen dieser drei Bereiche beruflich unterwegs gewesen.

Von Frank Schmidt

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