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Wurzen Handwerker-Markt in Höfgen bei Grimma: Pilzberater werfen Blick ins Körbchen
Region Wurzen Handwerker-Markt in Höfgen bei Grimma: Pilzberater werfen Blick ins Körbchen
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00:21 15.09.2017
Anne Stüwe erklärt den Marktbesuchern, wie sie essbare von ungenießbaren Pilze unterscheiden.
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Grimma/Höfgen

Die Tische voller Pilze sind immer wieder ein ganz besonderen Anziehungspunkt beim Handwerkermarkt in Höfgen. In diesem Jahr findet er am 23. und 24. September statt.

Ob die Wälder eine reiche Ernte vorhalten, das weiß Matthias Stüwe noch nicht. Fest steht jedoch, dass er mit seiner Mutter, Anne Stüwe, und dem Kreispilzberater Jürgen Hesse beim Handwerkermarkt in Höfgen wieder dabei sein wird. „Wir hoffen, dass wir wieder viele Pilze im Thümmlitzwald finden und den Marktbesuchern vorstellen können“, so Stüwe. Zum dritten Mal wird das Team beim Markt dabei sein.

Pilzexperten, Brotbäcker, Keramiker, Korbflechter und viele andere Handwerker lassen in Höfgen alle Sinne aufleben. Es wird gefachsimpelt, gewerkelt, gegessen und getrunken. Auf eine Art und Weise, wie es in dörflichen Gegenden seit vielen Jahrhunderten zelebriert wird.

„Das Flair ist einfach einmalig“, schwärmt Matthias Stüwe, der schon von Kindesbeinen an, mit seiner Mutter, die in Grimma lebt, auf Pilzsuche gegangen ist. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, bei Unklarheiten immer den Pilzberater zu befragen“, sagt er. „Viele Pilze sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Sie unterscheiden sich nur durch wenige Merkmale“, warnt Matthias Stüwe. Zum Kenner würde man nicht über Nacht und nicht nur mittels Fotos. Besonders für Anfänger gelte, immer wieder an Pilzen zu riechen und zu reiben, zu beobachten, wie sie reagieren und ihr typisches Umfeld zu prüfen. Unbekannte Pilze sollte man einfach stehen lassen. „Nicht jeder essbare Pilz sei genießbar, nicht jeder giftige Pilz gleich lebensgefährlich“, weiß Matthias Stüwe. Der Verzehr von Grünen Knollenblätterpilzen kann jedoch tödlich verlaufen, sofern nicht umgehend eine Klinik aufgesucht wird.

Er hofft, dass wieder ein großer Andrang am Stand herrscht. Voriges Jahr sollen es 150 Leute gewesen sein, die sich für Pilze interessierten und ins Gespräch mit den Pilzkennern kamen.

40 Handwerker präsentieren sich in Höfgen

Das Dorf der Sinne wird am 23. und 24. September wieder seinem Namen gerecht. Mit den Augen, den Ohren und der Nase kann man Marktluft einatmen. Über 40 regionale Handwerker, Händler und Künstler werden in der Zeit von 11 bis 18 Uhr ihre Waren feilbieten oder zum Mitmachen einladen. Rund um die Wassermühle, unterhalb der Wehrkirche und entlang der Dorfstraße werden die Besucher viel zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken bekommen. Im Repertoire der Handwerker befindet sich Dekoratives und Einmaliges. Klöppler, Keramiker und Korbbflechter, aber auch selten gewordenes Handwerk wie das der Stellmacher und Böttcher sowie aktuell gefragte Zünfte von Polsterer oder Dachdecker werden vorgestellt. Natürlich gibt es auch viel für Kinder zu entdecken. Am Sonntag gegen 15 Uhr wird die Marktatmosphäre durch „Feenstaub“ verzaubert. Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig wird wieder mit ihrem Mehrgenerationsspiel „Mitteldeutschland“ dabei sein, dass sie im vorigen Jahr erstmals vorgestellt hatte. Dahinter steht der Gedanke, spielerisch die regionale Identität zu stärken und Wissen über die Region zu vermitteln. „Es soll als Anregung dienen, Mitteldeutschland bei Reisen und Ausflügen selbst neu oder erneut zu erkunden“, meinte Heinz Skiba. Frisches Brot und Zuckerkuchen werden aus dem Mühlenofen der Wassermühle gezogen. Die Neunitzer Bisonfarm und das Gasthaus „Zur Wassermühle“ werden ebenfalls kulinarisch auftischen. Auf großes Interesse dürften auch die Alpakas von Norbert Alt aus Großbardau stoßen.

Von Cornelia Braun

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