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Wurzen Haus am Dammühlenteich als rustikale Einkehr
Region Wurzen Haus am Dammühlenteich als rustikale Einkehr
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15:49 28.12.2009
Thomas Jakob und Janet Förster haben das Haus am Dammühlenteich zu einer rustikalen Einkehr gemacht. Quelle: Klaus Peschel
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Falkenhain/Frauwalde

Jetzt setzt er die letzten Auflagen der Behörden um.

Auf Spaziergängen mit seinem Schäferhund war dem Lossaer der kubische Bau in Teichnähe schon lange ins Auge gestochen. Er dämmerte ungenutzt vor sich hin, seit das Straßenbauamt Leipzig hier das ertragreiche Nebengeschäft der Vermietung aufgeben musste und das Haus nicht länger für seine Schulungen halten konnte. Schließlich fand sich ein Käufer, der in der Heidelandschaft sein Gastronomie-Konzept umsetzen wollte. Es ging allerdings nicht voran. Jakob, der dem Mann aus Baden-Württemberg das Anwesen mit Haupt- und Bettenhaus inclusive einstigem Ferienlager und Teichwiese 2007 abkaufte, weiß inzwischen längst, wo die Säge klemmte: Der Komplex stand fünf Jahre leer. Das zog einen ganzen Rattenschwanz an Bebauungsplan, Umnutzungsgenehmigung, Statik-Überprüfung und Bauplan-Check nach sich. Allein für die Genehmigungsplanung gingen vierstellige Summen über den Tisch. „Das hat der Wessi eher als wir geschnallt“, bekennt der 30-Jährige freimütig, der als Kaufmann in das Unternehmen eingestiegen ist. Auch Janet Förster, seine Freundin, bringt als gastronomische Servicekraft Kenntnisse ein, die das Haus prägen. Eine Gaststätte „rustikal, warm, einladend“ wollten die beiden aus dem Siebziger-Jahre-Bau machen. Das Dach im Hauptbau war undicht, das Haus desolat, die Wiese am Wasser total vermüllt. Bis sich der Gastraum wie heute präsentierte, investierte Jakob unzählige Stunden an Eigenleistung und eine sechsstellige Summe.

Schon während der Bauphase, als der Buschfunk für Walpurgis, Männertag oder Schlachtefest trommelte, war es für die beiden Jungunternehmer große Ermutigung, zu erleben, dass ihr Konzept, ihre Vorstellungen von Preis-Leistungsverhältnis bei ihren Gästen offenbar ankamen. Jakob ist felsenfest davon überzeugt, dass es ihm auch noch gelingen wird, mit dem Bau eines Feuerlöschteiches der jetzigen Genehmigung ihre Vorläufigkeit zu nehmen und die fünf neuen Arbeitsplätze zu sichern. Der geforderte Brandschutzplan ist bis auf diesen Posten inzwischen umgesetzt.

„Wir waren ganz schön blauäugig, aber heute sind wir froh, dass wir es gemacht haben“, sagt Jakob. Schon jetzt sorgen Voranmeldungen für private Feiern 2010 dafür, dass der Hausherr seinen Humor nicht verliert. Er hat einen Tick für Jagdtrophäen und Geschnitztes. In der Gaststube, aber auch im Vereinszimmer und der kleinen Bar schmücken Holzschilder mit witzigen Sprüchen die Wände. Einen liebt Jakob besonders: „Dieses Haus wirtschaftet ohne Gewinn. Das war zwar nicht geplant, aber so ist es nun mal gekommen.“

Ingrid Leps

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