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Wurzen Heimatverein Kühren sucht Räume für die Jugend
Region Wurzen Heimatverein Kühren sucht Räume für die Jugend
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14:08 04.11.2009
Kühren

Der Vorsitzende räumt mit Vermutungen auf, dass die jüngste Kontrolle des Klubs durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf Initiativen des Vereins zurückzuführen waren.

„Das war eine ganz normale Arbeitsstättenbegehung, bei der sowohl die Räume der Jugend als auch die des Heimatvereins geprüft wurden“, erklärte Matthias Lange. Auch der Heimatverein habe Auflagen bekommen. Allerdings seien die Forderungen an die Jugend angesichts der Defizite an Sauberkeit und Brandschutz schon anders dimensioniert gewesen.

Wie Matthias Lange einräumte, seien diese Mängel durchaus nennenswert gewesen, betrafen indes das Innere des Jugendklubs. Was die Ordnung im äußeren Bereich des Hauses beträfe, das von Jugend und Heimatverein gemeinsam genutzt wird, wäre seit einem Gespräch vor drei Jahren Besserung zu bemerken gewesen. „Damals gab es eine Aussprache zwischen der Jugend, dem DRK als Träger und Mitgliedern des Heimatvereins“, erinnerte Matthias Lange. Er setze auch diesmal auf Gespräche, betonte er. Matthias Lange bestätigte, dass es angedacht sei, neue Räume für den Jugendklub zu finden. Doch keineswegs sei es Plan des Heimatvereins, die Jugendlichen aus ihrem jetzigen Domizil zu vertreiben. „Der Gedanke mit den neuen Räumen ist nicht der mangelnden Ordnung oder der Kritik durch die Stadtverwaltung geschuldet, sondern hängt mit den Plänen des Heimatvereins für die Erweiterung des Museums zusammen“, ergänzte der Kührener.

Es sei bekannt, dass der Heimatverein sein bestehendes Museum erweitern wolle. Aus diesem Grund wäre im Vorjahr die Treppenaktion gelaufen. Kostenfrei für Verein und Stadt war durch eine Sponsorenleistung ein neuer Zugang zum Dachboden des Hauses geschaffen worden. Der Heimatverein hatte vor, auf dem Boden Ausstellungsräume zu schaffen. Um diese Pläne zu verwirklichen, müsste der Verein indes große finanzielle Hürden nehmen. Unter anderem fordern Vorschriften den Bau eines zweiten Rettungsweges. Das könne der Verein nicht stemmen, erklärte Matthias Lange. Daher gab es die Idee, dass die Kührener mit ihrer Ortskenntnis nach neuen Räumen für die Jugend suchen, um im jetzigen Jugendklub Museumsräume zu schaffen.

Ein Mauerdurchbruch würde reichen. Auch das Problem Rettungsweg wäre gelöst, weil es schon jetzt für den Jugendklub einen eigenen Zugang gibt. „Dabei ist es uns wichtig, für die Jugend gleichwertige Räume zu finden“, betonte der Vereinschef. Einige Vorschläge, wie zum Beispiel ein Domizil am Bad, ohne Strom und Wasser wären deshalb schon vom Tisch. Diskutiert wurde auch eine Unterkunft im Gelände von Marabella Möbel. Wie Matthias Lange sagte, sei der Geschäftsführer zu Gesprächen bereit. Noch idealer erscheint den Vereinsmitgliedern nun indes eine Wohnung im Gasthof des Dorfes. Das Gebäude gehöre der Stadt. Daher machte der Verein der Verwaltung kürzlich auch schriftlich diesen Vorschlag und hofft nun auf Antwort.

Conny Hanspach

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