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Heimatverein und Einwohner stellen alten Grenzstein wieder auf

Heimatverein und Einwohner stellen alten Grenzstein wieder auf


Röcknitz. Geht es darum, Heimatgeschichte anschaulich zu präsentieren, wird sogar Beifall geklatscht und gefeiert, wenn Grenzen gesetzt werden.

. Daher schwächte kein trüber Gedanke die Freude der Röcknitzer, die sich Sonnabend zur Grenzsteinsetzung versammelt hatten. Der Heimatverein hatte eingeladen.

Diese Gemeinschaft macht schon in ihrem Namen deutlich, dass es einst neben Röcknitz auch Treben gab. Da jedoch im täglichen Sprachgebrauch von Treben selten die Rede war, vermuteten Ortsunkundige mitunter einen Schreibfehler und eine ungenau geografische Zuordnung und hätten ab und an mit einem eingefügten „s“ und aus „Treben“ „Trebsen“ gemacht.

Mit der 725-Jahr-Feier vor wenigen Wochen indes erlebte das Treben bei Röcknitz eine kleine Renaissance. Mit Vorträgen, Festumzug und Ausstellungen erinnerten Einwohner und der Heimatverein an die Nachbarschaft zweier Dörfer und daran, dass alles hinterm Kreisverkehr in Richtung Kirche Treben war. Zugleich trennte die Grenzlinie zwischen Treben und Röcknitz vor fast 200 Jahren Sachsen und Preußen. Davon erzählte Ralph Schubert, Vorsitzender des Heimatvereins Röcknitz-Treben im Rahmen der Grenzsteinsetzung am Sonnabend. Die Anwesenden hörten vom Wiener Kongress 1815, nach dem Sachsen wegen der Unterstützung Napoleons an Preußen Land abgeben musste.

Da Treben den Preußen zugeschlagen wurde, legte Rittergutsbesitzer Fuchs sein Veto ein. Er hatte erst 100 Jahre zuvor seine Trebener und Röcknitzer Ländereien zusammengeführt. Fuchs bekam Recht und damit verlief ab 1819 die Grenze zwischen Preußen und Sachsen zwei Kilometer weiter nördlich. Röcknitz und Treben wuchsen zusammen und lange Zeit erinnerte nur ein Grenzstein an einem Gittermast an die Trebener Gemarkung. Diesen Stein, der zuvor aufgefrischt wurde, setzten die Röcknitzer nun wieder ganz nahe an die einstige Trennungslinie und feierten bei Gegrilltem und Musik. „Auf den Kreisverkehr, dort wo er hingehörte, konnten wir nicht. Deshalb ist der Rand des Fußwegs ein geeigneter Ort“, dankte Ralph Schubert der Familie Zimmermann, die auf ihrem Grundstück die Grenzsteinsetzung genehmigte.

Conny Hanspach

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