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Wurzen Heller Asphalt für die Püchauer Aue – damit sich Amphibien nicht die Füße verbrennen
Region Wurzen Heller Asphalt für die Püchauer Aue – damit sich Amphibien nicht die Füße verbrennen
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09:47 30.06.2017
Hochwasserschäden am Püchauer Schusterbusch nach der Flut 2013. Quelle: Simone Prenzel (Archiv)
Machern/Püchau

Letzte Arbeiten zur Beseitigung von Flutschäden werden in der Gemeinde Machern erledigt. Für zwei Vorhaben in Püchau vergab der Gemeinderat kürzlich den Zuschlag. Für rund 70 000 Euro wird die Dögnitzer Straße im Püchauer Unterdorf erneuert. Die Baumaßnahme beginnt nach der Einmündung auf die K 8364 und endet am Tiergartenteich. Auf rund 900 Metern Länge wird der Asphalt abgefräst und eine neue Deckschicht eingebaut. Der Auftrag wurde an die Firma Hoff Straßen- und Tiefbau GmbH erteilt.

Auch mehrere Feldwege in der Muldenaue wurden durch das Hochwasser 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen. Als letzte größere Maßnahme soll demnächst die Verbindung zwischen der Auenbrücke Püchau und dem Schusterbusch wiederhergestellt werden. Da die 1300 Meter im Landschaftsschutzgebiet Mittlere Mulde sowie im FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) Vereinigte Mulde und Muldenauen liegen, sind Forderungen des Naturschutzes zu berücksichtigen. „Geplant ist, den Weg zu asphaltieren. In der Mitte werden dann Rasengittersteine verwendet. Auf diese Weise wurden die Wege bereits im Bereich Grubnitz ausgeführt“, erklärte die Macherner Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos). Damit sich der Asphalt im Sommer nicht zu stark aufheizt und sich Amphibien die Füße verbrennen, werden helle Gesteinskörnungen verwendet.

In der Regel wird der Weg durch die Aue vier Meter breit. In Kurven und der Einmündung am Schusterbusch erreicht er eine Ausdehnung von 5,20 Meter und wird hier auch komplett asphaltiert, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Die von Bennewitz ankommende Verbindung weitet sich vor der Gemeindegrenze ebenfalls von 3,50 auf 5,20 Meter auf. Der Auftrag wurde für rund 120 000 Euro an die Firma Oehme GmbH aus Dorfchemnitz vergeben. Beide Maßnahmen werden zu hundert Prozent mit Fördermitteln aus dem Fluthilfe-Topf finanziert.

Ebenfalls vorbereitet wird die Erneuerung vom Brunnenweg bis zur Dögnitzer Straße. Hier muss die Auftragsvergabe allerdings erst noch erfolgen. Um dafür keine Sondersitzung des Rates einberufen zu müssen, der im Juli und August sitzungsfrei hat, wurde die Entscheidung an die Bürgermeisterin delegiert.

Von Simone Prenzel

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