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Wurzen Herzschlag: in Brandis schauspielern Jugendliche für Jugendliche
Region Wurzen Herzschlag: in Brandis schauspielern Jugendliche für Jugendliche
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18:01 06.04.2018
„Herzschlag“. So ist ein Adonia-Musical überschrieben, das in der Brandiser Mehrzweckhalle von Jugendlichen für Jugendliche, aber auch für Erwachsene aufgeführt wurde. Quelle: Frank Schmidt
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Brandis

„Herzschlag“ – so ist ein Adonia-Musical überschrieben, das in der Brandiser Mehrzweckhalle am Donnerstagabend von Jugendlichen für Jugendliche, aber auch für Erwachsene aufgeführt wurde. Doch wer oder was ist Adonia?

Schüler zwischen 13 und 19 probten für Musical

„Eine christliche Jugendorganisation, die deutschlandweit verschiedene Musical-Camps organisiert, wobei wir hier in Sachsen als Verein nur einer von vielen Projektchören sind“, erklärte die Gesamtleiterin für Sachsen, Annemarie Stephan. Gleichwohl vorrangig Schüler zwischen 13 und 19 Jahren für das Musical probten und nicht nur in Brandis auftraten, habe das Projekt nichts mit Schule zu tun. Denn die 66 jungen Protagonisten auf der Bühne sowie ihre 13 erwachsenen Betreuer und Mitarbeiter kommen aus allen Teilen des Freistaates. Und so verwunderte es nicht, dass auch aus dem Landkreis Leipzig, ja sogar aus dem Veranstaltungsort Brandis, Kinder und Jugendliche vor etwa 300 Besuchern auf der Bühne standen.

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„Herzschlag“. So ist ein Adonia-Musical überschrieben, das in der Brandiser Mehrzweckhalle von Jugendlichen für Jugendliche, aber auch für Erwachsene aufgeführt wurde.

Zum Beispiel die Sprösslinge von Antje Sachse. „Ich bin Mitglied im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) hier in Brandis, der gemeinsam mit der Freien evangelischen Gemeinde als Mitorganisator dieses Musical auf die Bühne bringt“, sagte sie, bevor sie den Inhalt des Bühnenstückes umriss. Und darin verlieren Maria und Martha ihren besten Freund Lazarus, weil er nach einem Herzstillstand stirbt.

Nicht die klassische Medizin vermag ihm zu helfen, sondern Immanuel in Abwandlung von Jesus. Er verfügt über die Kraft, Lazarus wieder auferstehen zu lassen. Dass die Ärzte nun von ihrem medizinischen Glauben abfallen, verdeutlicht, dass dieses Stück in der Gegenwart spielt, weshalb ein Krankenhaus zur Szenerie gehört. Und da es um die klassische Bibelgeschichte geht, heißt die Klinik nicht umsonst Herz-Jesus-Krankenhaus.

Herzen verändern und Denken anregen

Das Ziel des Bühnenstückes sei, und hier machten die Veranstalter aus ihrem Herzen keine Mördergrube, „die Menschen zu missionieren“. Aber das wiederum nicht einfach so. „Mein ganz persönlicher Wunsch ist es, dass sich bei den Menschen die Herzen verändern, sie zum Nachdenken angeregt werden und nachfragen: He, was passiert da eigentlich gerade“, sagte Annemarie Stephan. „Unsere Hauptzielgruppe sind Teenager. Und cool wäre es wirklich, wenn sie mehr von Jesus wissen wollen – deshalb machen wir das auch.“ Relativierend ergänzte Antje Sachse, „dass wir die christliche Botschaft transportieren wollen, entscheiden muss jeder für sich selbst.“ Doch es dürfe eben auch nicht verschwiegen werden, so Annemarie Stephan, „dass wir mit dem 90 Minuten langen Herzschlag auch unterhalten möchten“. Und der teils frenetische Applaus bestätigte, dass das Adonia-Musical zumindest in Sachen Unterhaltung beim Publikum erfolgreich ankam.

Von Frank Schmidt

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