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Wurzen Historisches, Feuerwerk und offene Höfe in Borsdorf und Panitzsch
Region Wurzen Historisches, Feuerwerk und offene Höfe in Borsdorf und Panitzsch
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00:19 09.07.2017
Mit Bannern, wie hier am Ortseingang aus Richtung Engelsdorf, lädt Borsdorf zur Festwoche im September ein, mit der das 750-jährige Bestehen des Ortes gefeiert werden soll. Quelle: Foto:
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Borsdorf

Noch zwei Monate, dann wechseln Borsdorf und Panitzsch in den Feiermodus. Mit einer Festwoche vom 1. bis 10. September wollen beide Orte gemeinsam ihr 750-jähriges Bestehen begehen. Das Programm hat den Feinschliff hinter sich. Immerhin basteln zwei Vorbereitungskomitees – in Panitzsch unter anderen mit Kerstin Dittrich und Katharina Wagner und in Borsdorf mit Heimatforscher Gerhard Otto, dem Leiter des Heimatmuseums Christoph Eckelt und Pfarrer Thomas Enge – schon seit Mitte vergangenen Jahres daran. „Natürlich haben wir auch die Bürger aufgerufen, Ideen beizusteuern, aber die Resonanz war nur mittelprächtig“, ist Sylvia Bialek etwas enttäuscht. Bei der Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Borsdorfer Rathaus laufen die Fäden zusammen. „Wir sind aber immer noch für Ergänzungen offen“, betont sie. Doch schon jetzt sei das Programm „enorm“. „Die Veranstaltungen finden im Wechsel in Borsdorf und Panitzsch statt, und die Festwoche insgesamt ist so gelegt, dass sie mit dem beliebten Parthefest, das jedes Jahr am zweiten Wochenende im September tausende Besucher auf die Trabrennbahn nach Panitzsch lockt, ausklingt“, erklärt Bialek. „Und es wird für jedes Alter, jung wie alt, bestimmt etwas dabei sein.“

Los geht die 750-Jahr-Feier am Freitag mit einem Galaabend mit Tanz im Festzelt auf der Rennbahn. Am Samstag schließt sich das Sommerfest des Tankstellenmuseums an, zünftig eröffnet von der Communalgarde und endend bei Musik und Tanz mit Tino Standhaft und Norman Daßler. Dazwischen gibt es Historisches mit dem freien Gymnasium und Jazz mit der Musikschule Muldental. Ins Heimatmuseum lockt eine Sonderausstellung, und Hauptwachmeister Richard Haberkorn lädt Interessierte ein, ihm auf den Spuren der Gastronomiegeschichte zu folgen.

Etwas Besonderes haben sich die Panitzscher für Sonntag einfallen lassen: Sie veranstalten einen Tag der offenen Höfe. „In den Dreiseithöfen in der Langen Straße bietet jeder etwas Anderes an“, sagt Bialek und nennt historische Schaustücke, Handwerkertreffen, mittelalterliches Treiben, Oldtimer- und Traktorenschau. In der Grundschule erinnert eine Wanderausstellung an Margarete Blank, die Musikschule Muldental sorgt für beste Unterhaltung, auch die Kita Parthenflöhe öffnet ihre Türen. Bei so viel Interessantem beehrt sogar Kurfürst August den Ort.

Überhaupt öffnet sich an vielen Stellen des Programms eine Tür in die Geschichte. Da gibt es Vorträge anlässlich 50 Jahre Kirche Borsdorf und 110 Jahre Pfarrstelle in der Kirchgemeinde (Montag), einen Diavorträge mit Heimatforscher Gerhard Otto über 700 Jahre Panitzsch in der Grundschule (Dienstag) und 700 Jahre Borsdorf im Ratssaal (Donnerstag) sowie eine historisch-futuristische Revue in der Grundschule (Donnerstag). Aber die beiden Orte zeigen sich auch von ihrer sportlichen Seite, zum Beispiel wenn bei der Spartakiade am Dienstag die sportlichste Kindereinrichtung ermittelt wird, oder am Mittwoch Lok Leipzig auf den SV Panitzsch trifft. Darüber hinaus präsentiert sich das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer mit einem Tag der offenen Werkbank (Dienstag), und international wird es, wenn die Bürger am Montag in die Gemeinschaftsunterkunft Borsdorf zum gemeinsamen Kochen mit Flüchtlingen eingeladen sind.

Und schließlich das Parthefest, das wie immer mit Lampionumzug und Höhenfeuerwerk beginnt und dann über drei Tage einen bunten Mix aus Theater, Schaustellern, Ausstellungen, Livemusik verspricht. Besonders möchte Bialek auf das Kinderprogramm am Samstag hinweisen – „da ist immer Wuling auf der Rennbahn“ –, auf den vom Bauhof organisierten historischen Autocorso und die große Tombola am Sonntag, bei der über 100 attraktive Preise zu gewinnen sind.

Einen Festumzug wird man allerdings vergeblich suchen. „Von der Idee mussten wir uns leider verabschieden“, sagt Bialek. Die Route hätte durch beide Orte, Borsdorf und Panitzsch, verlaufen müssen, durch die B 6 dazwischen ist das nicht möglich. Deshalb haben wir das Programm so gestaltet, dass jeder seine eigenen Qualitäten präsentiert. Und das ist ganz gut gelungen“, findet sie.

Von Ines Alekowa

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