Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Hitzige Diskussion zu Beuchaer Straße
Region Wurzen Hitzige Diskussion zu Beuchaer Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 10.03.2011
Anzeige

.

Und die anwesenden Anwohner der Kreisstraße machten davon auch regen Gebrauch, diskutierten über die Notwendigkeit bzw. den idealen Standort der beiden geplanten Bushaltestellen, mögliche Maßnahmen zur Zügelung von Rasern sowie die Schaffung von Parkplätzen. Dabei wurde eines ganz klar: Gleichwohl das Planfeststellungsverfahren für das Projekt bereits angelaufen ist, liegen die Auffassungen zwischen Landratsamt und Anwohnern noch sehr weit auseinander. Während diese mit dem Ausbau vor allem die Hoffnung verbinden, künftig nach Möglichkeit gefahrloser als dies bislang der Fall war mit ihren Pkws ihr Grundstück verlassen und zudem Besuchern einen Parkplatz anbieten zu können, sehen jene ihre Aufgabe vorrangig darin, ein Asphaltband zu schaffen, das von 6000 Pkws pro Tag zügig durchfahren werden kann.

Wie groß die Differenzen noch sind, wurde vor allem am Punkt „Entschleunigung" deutlich. Auf seine Äußerung, er sehe nicht die Gefahr, dass auf dem Abschnitt der K 8367 zwischen dem Kreisverkehr und der Einmündung in die Staatsstraße Kraftfahrer ihre Fahrzeuge nennenswert beschleunigen würden, schlug Jürgen Teubert vom Planungsbüro Martin wütender Protest entgegen. „Die Straße wird nicht erst zur Rennstrecke, sie ist es bereits seit 20 Jahren", sprach Gudrun Heer für eine große Mehrheit, der auch Bürgermeister Andreas Dietze angehörte. „Ohne dem Technischen Ausschuss vorgreifen zu wollen bin auch ich der Meinung, dass Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit angebracht sind."

Für angebracht erachten es die Anwohner auch, die Bushaltestellen oder zumindest ihre Platzierung zu überplanen. „Man hätte uns Anwohner wenigstens in diesen Punkt der Planungen mit einbeziehen sollen", gab Klaus Schulze von der Bürgerinitiative „Ausbau und Lärmnotstand K 8367" zu bedenken. „Weder gibt es für sie einen Bedarf, noch eine ordentliche Planung, die uns Anwohnern gerecht wird", kritisierte Schulze. Dem entgegnete Rolf Löcher, Leiter des Straßen- und Hochbauamtes des Landkreises, dass man in punkto Haltestellen nicht nur diese eine Straße, sondern vielmehr die Stadt als Ganzes im Blick haben müsse. „Inwieweit die Bushaltestellen der weiteren Erschließung von Brandis West dienlich sind, ist letztendlich eine Sache, die es abzuwägen gilt." Die Befürchtung einiger Anwohner, die Haltestellen könnten sich in Verbindung mit der benachbarten Tankstelle zu einem mit den entsprechenden Begleiterscheinungen verbundenen Jugend-Treff entwickeln, entkräftete Löcher mit dem Verweis darauf, dass keine überdachten Wartehäuser geplant seien.

Nicht geplant sind auch Parkplätze, was Klaus Schulze Anlass zu der Äußerung gab, es werde in der Stadt in diesem Bereich ganz offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. „Im Umkreis von 400 Metern gibt es in diesem Abschnitt der Beuchaer Straße keinen einzigen öffentlichen Parkplatz." Dem entgegnete Stadtrat Ulrich Gäbel, der Technische Ausschuss habe sich weiland deshalb gegen Parkplätze ausgesprochen, weil die Kosten für diese in keinem Verhältnis zum öffentlichen Nutzen stehen würden.

Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:php3Pvkkn20110309175701.jpg]
Bennewitz/ Altenbach. Helfen, fördern, integrieren ist das Motto des Vereins Interaktiv, der seit 2005 auf dem zweiten Arbeitsmarkt mit Umwelt- und Ökologieprojekten agiert.

10.03.2011

Thallwitz/ Nischwitz. Termingemäß hat das Seniorenhotel Zur Mühle in Nischwitz im März geöffnet. Das Erdgeschoss der Einrichtung wurde bislang komplett barrierefrei für betreutes Wohnen umgebaut, acht Zimmer sind fertiggestellt.

09.03.2011

Thallwitz/Röcknitz. Die Buchbörse im Röcknitzer Herrenhaus lockte am Sonntag allerhand Publikum an, das durchaus nicht mit leeren Händen von dannen zog.

08.03.2011
Anzeige