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Wurzen Hohburg: Flüchtlingswohnheim wird nächste Woche eingeweiht
Region Wurzen Hohburg: Flüchtlingswohnheim wird nächste Woche eingeweiht
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18:02 14.04.2016
Das Kulturhaus „Zur Hohburger Schweiz“: Ab 22. April werden darin unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Lossatal/Falkenhain

Freitag nächste Woche wird in Hohburg das Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge offiziell eingeweiht. Darüber informierte Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) am Mittwochabend zur Gemeinderatssitzung die Lossataler Mandatsträger. Gast des kleine Festaktes am 22. April ab 10 Uhr im Kulturhaus „Zur Hohburger Schweiz“ ist dann unter anderem Landrat Henry Graichen (CDU).

Wie berichtet, hatte Weigelt im Oktober des Vorjahres das Vorhaben in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Muldental während einer Einwohnerversammlung erstmals öffentlich vorgestellt. Danach wurde durch den Eigenbetrieb Wirtschaftsbetrieb Lossatal die Hoteletage im zweiten Obergeschoss aus- und umgebaut. Seither entstanden für 24 Plätze zwei Wohneinheiten mit je sechs Zimmern, ein Aufenthaltsraum sowie ein Büro für die Betreuer und Therapieraum. Das Projekt beinhaltete ferner eine Dachterrasse und einen separaten Personenaufzug. Im Zuge der Arbeiten plante die Gemeinde aber zugleich die Instandsetzung des Daches und der Fassade der Immobilie. Gesamtinvestitionskosten für Wohnheim und den Rest: 926 000 Euro.

51 Prozent (472 000 Euro) davon, erläuterte Gerhard Winkelmann, Leiter des Wirtschaftsbetriebes, fließen aufgrund des Wohnheimes in Form von Fördergelder, knapp 54 000 Euro zahlt Lossatal aus eigener Kasse und 400 000 Euro nimmt die Kommune als Darlehen auf. Die Schuldenlast inklusive Zinsen von gerade einmal 0,5 Prozent werde laut Winkelmann binnen von zehn Jahren durch Mieteinnahmen getilgt. Auf genau diesen Zeitraum ist der Mietvertrag mit der DRK-Tochter ausgelegt. Nutzer der Flüchtlingseinrichtung im Kulturhaus für monatlich 5500 Euro ist nämlich die DRK Humanitäre Nothilfe im Muldental gGmbH. Bis auf zwei Enthaltungen stimmte die Mehrheit der Gemeinderäte der Beschlussvorlage für den „Umbau und Sanierung des Kulturhauses und der Einrichtung eines Wohnheimes“ und dem Mietvertrag zu.

Im Anschluss beschäftigten sich die Abgeordneten mit einem weiteren Bauvorhaben – der komplexen Sanierung der Grundschule Hohburg. Im dritten Abschnitt soll die Nordfassade der Immobilie erneuert werden, so Steffi Richter von der Bauverwaltung im Rathaus. Auf die Ausschreibung hin sandten sechs Firmen ihre Offerten ein, das wirtschaftlichste Angebot unterbreitete mit 64 590 Euro die EN Bausanierung GmbH & Co. KG mit Sitz in Falkenhain und erhielt das einstimmige Votum im Gremium. Mit mehreren Beschlüssen über den Verkauf beziehungsweise Erwerb von Flurstücken und der Annahme von Spenden für das Jubiläum „60 Jahre Kindertagesstätte Falkenhain“ am 10. und 11. Juni endete die Ratstagung in der Falkenhainer Oberschule.

Von Kai-Uwe Brandt

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