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Hohburger Hotel wird Heim für minderjährige Flüchtlinge

Einwohnerversammlung Hohburger Hotel wird Heim für minderjährige Flüchtlinge

Etwa 300 Lossataler waren am Dienstagabend im Hotel "Zur Hohburger Schweiz" bei einer Einwohnerversammlung zum Thema Asyl erschienen. Grund der offenen Informationspolitik des Rathauses: die Errichtung einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Hoteletage des kommunaleigenen Objektes.

Voller Saal: Circa 300 Einwohner folgten der Einladung und ließen sich über die Einrichtung für minderjährige Flüchtlinge in Hohburg informieren.

Quelle: Frank Schmidt

Lossatal/Hohburg. Eigens hierfür besetzte Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) den Podiumstisch mit kompetenten Gesprächspartnern, die zu jedem Zeitpunkt Rede und Antwort standen. Platz nahmen Thomas Voigt, Beigeordneter der Kreisbehörde in Borna, Bettina Belkner, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Muldental, der Grimmaer Polizeirevierleiter Falk Donner, Planer Hagen Weidemüller aus Wurzen sowie Gerhard Winkelmann, Leiter des Wirtschaftsbetriebes Lossatal. Zunächst erläuterten Weigelt und Voigt die derzeitige Situation zur Aufnahme von Flüchtlingen im Lossatal und im Landkreis Leipzig.

Demnach muss die Flächengemeinde mit 17 Ortsteilen laut Verteilerschlüssel 82 Personen ein Obdach geben, meldete bereits leer stehende Wohnungen ans Landratsamt. Darüber hinaus suchte Weigelt den Kontakt mit der Kreisbehörde und dem DRK - und zwar für die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Für sie, betonte Voigt, gelte nicht das Asyl-, sondern vielmehr das Kinder- und Jugendhilfegesetz. "Ein ausländisches Kind wird also genauso behandelt wie ein deutsches Kind." Mindestens 100 seien ab Januar 2016 für den Landkreis vorgesehen. Wann sie kommen, wussten weder Voigt noch Belkner zu sagen. Vielleicht schon ab November. Sicher jedoch ist, dass der DRK-Kreisverband die Betreuung in Hohburg übernimmt. "Und diese Einrichtung wird so laufen wie unsere Doktorvilla in Falkenhain." Das Kinderheim in der ehemaligen Arztpraxis ging am 2. Juli 2014 in Betrieb, bietet heute 15 Kindern ein familiäres Zuhause. 24 Plätze für minderjährige Kriegsflüchtlinge sind indes im Hotel "Hohburger Schweiz" vorgesehen - nach dem Umbau. Über die technischen Details informierte Diplomingenieur Weidemüller vom Büro Weidemüller. Folglich entstünden zwei Wohneinheiten mit je sechs Zimmern, einem Aufenthaltsraum und Büro für die Betreuer. Das Vorhaben beinhaltet ferner eine Dachterrasse sowie einen Aufzug. "Die Hotelzimmer", sagte Weidemüller, "geben einen zügigen Umbau sehr gut her".

Im Anschluss übergab Bürgermeister Weigelt das Mikrofon den Besuchern des Abends, die die Möglichkeit weidlich nutzten, mehr über das Projekt zu erfahren. Zu keinem Zeitpunkt wurde der Dialog dabei unsachlich geführt oder durch Zwischenrufe gestört. Es dominierten vor allem Verständnisfragen. Zum Beispiel, wo die Kinder die deutsche Sprache lernen, wie hoch die Kosten des Umbaus sind, wie viele Betreuer es gibt oder wie lange die Nutzung der Einrichtung dauert? Jede dieser Fragen wurde nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Die Kinder- und Jugendlichen erhalten Unterricht in sogenannten DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Klassen in Wurzen, 500.000 Euro betragen die Kosten und werden zu 100 Prozent vom Freistaat getragen. Das DRK schafft zehn Vollzeitstellen für die Betreuung, neben den Sozialpädagogen seien Sprachmittler und technisches Personal vor Ort. Momentan gehe der Wohlfahrtsverband von einer fünfjährigen Nutzung aus.

Ganz zum Schluss nach über einer Stunde schlug Sabine Barthel sogar noch vor, eine spontane Willkommensfeier mit Ankunft der Flüchtlingskinder zu organisieren. Weigelt sagte genauso spontan zu und dankte für die wohltuende Atmosphäre im großen Saal des Hotels "Zur Hohburger Schweiz".

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