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Wurzen Hohburger Seniorenheim – das Erdgeschoss steht schon
Region Wurzen Hohburger Seniorenheim – das Erdgeschoss steht schon
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06:00 15.04.2017
Etwas für die Ewigkeit: Uwe Weigelt (l.) und Investor Jens Karnahl versenken Bart und Schere im Eingangsbereich des Seniorenheimes, das derzeit in Hohburg gebaut wird. Quelle: Frank Schmidt
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Lossatal

Erst sollte es viele Jahre dauern, bis in Hohburg ein Seniorenheim gebaute werden kann. Dann ist alles plötzlich so schnell gegangen, dass die eigentliche Grundsteinlegung im Eifer des Gefechts vergessen wurde. Seit Mitte Dezember stehen Kran und Baumaschinen auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes, geben sich Bauleute diverse Werkzeuge in die Hand, so dass inzwischen der komplette Erdgeschossbereich des neuen Seniorenheimes steht. Aus der Not eine Tugend machend, luden der Investor, die Kafril Unternehmensgruppe, und Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) zum so genannten Deckenfest ein. Soll heißen, so erklärte Prokuristin Katrin Weist: „die Deckenplatten für das Erdgeschoss sind gelegt und wir haben eine regensichere Variante, um dem Anlass entsprechend, die Gläser zu erheben.“

In der Rückblende des Bauvorhabens spiegelt sich ein jahrelanger Kampf um die Genehmigung wider. „Wachsen dem einen dabei schon mal graue Haare, ist dem Bürgermeister ein langer Bart gewachsen“, fasste Weist die letzten sieben Jahre zusammen. Jeder erinnerte sich noch gut, wie lange es von der Idee bis zur Realisierung dauerte – und dem Bart, den sich Weigelt als Behördenfilz stehen ließ. Die größten Hürden auf diesem Weg waren Diskrepanzen im Landesentwicklungsplan des Freistaates Sachsen, da zur damaligen Zeit Altenpflegeheime nur in Ballungszentren vorgesehen waren. Hohburg, damals noch eigenständige Kommune, war davon weit entfernt. Dennoch gelang es mit einem Zielabweichungsverfahren das Vorhaben auf solide kommunalrechtliche Füße zu stellen. Innenminister Marcus Ulbig (CDU) ließ es sich nicht nehmen eine Schere vorbeizubringen, um Weigelts Protestbart, der indes auf elf Zentimeter anwuchs, nach fünf Monaten und zwei Tagen stutzen zu können. Was vom Filz übrig blieb – Weigelt hatte es konserviert – sowie die ministerielle Schere wurden im Eingangsbereich des Neubaus einbetoniert.

Bleibt zu erwähnen, dass es dann doch noch eine Abweichung vom ursprünglichen Plan gibt, denn das Seniorenheim sollte, eingebettet in die Natur, direkt am Kaolinsee entstehen. Daraus ist nichts geworden, da sich inzwischen mit dem Investor auch der Standort geändert hat. „Aber rein landschaftlich haben wir uns nicht verschlechtert, denn von hier aus hat man einen wunderbaren Blick übers Lossatal, vor allem, wenn die Sonne aufgeht“, wusste Weigelt vom Reiz des neuen Standorts zu berichten. Ein weiteres Plus sei die Ortsnähe, „so dass die hier lebenden 72 Senioren von guter Infrastruktur partizipieren können“. Komplettiert werde das Glück, wenn im Frühjahr 2018 das Seniorenheim eröffnet wird und damit 50 Arbeitsplätze entstehen.

Von Frank Schmidt

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