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Hürden für Paintball-Anlage: Geplantes Gelände liegt im Macherner Landschaftsschutzgebiet

Hausaufgaben für Kommune und Investor Hürden für Paintball-Anlage: Geplantes Gelände liegt im Macherner Landschaftsschutzgebiet

Einen Katalog von Forderungen muss der Investor der geplanten Paintball-Anlage im Macherner Tresenwald erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Ausgliederung des Geländes aus dem Landschaftsschutzgebiet.

Für eine Paintballanlage hat ein Leipziger Investor ein Gelände im Macherner Tresenwald im Visier.

Quelle: Archiv

Machern. Ein Leipziger Investor hat ein Gelände im Macherner Tresenwald als Eldorado für Paintballer im Visier. Nachdem Pierre Rötsch seine Pläne im September erstmals im Gemeinderat präsentierte, gibt es jetzt eine Stellungnahme des Landratsamtes zu dem Vorhaben.

Wie berichtet, handelt es sich bei dem Gelände um die ehemalige Vermittlungsstelle der Deutschen Post, die nach einem Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der damaligen DDR zur „Sicherstellung der Nachrichtenversorgung“, wie es hieß, errichtet wurde. Die Fläche am südlichen Rand des Tresenwaldes sei ideal gelegen, schwärmte der Leipziger Pierre Rötsch bei seiner Präsentation vor einigen Wochen.

Das Areal dümpelt seit Jahren vor sich hin. Aktueller Eigentümer ist die Leipziger Stadtbau Immobilien GmbH, die das Gelände mit mehreren massiven Bauten gern verkaufen würde. „Das Landratsamt hat einen umfangreichen Forderungskatalog aufgemacht“, erklärte Hanka Lesser, Mitarbeiterin der Bauverwaltung im Macherner Rathaus, zum aktuellen Sachstand. Der Technische Ausschuss hatte im September die Unterstützung der Gemeinde signalisiert. Der Investor müsse zwar alle finanziellen Aufwendungen schultern. Die Kommune sei aber prinzipiell bereit, durch ein Bauleitplanverfahren überhaupt den Weg für die Anlage zu ebnen.

Inzwischen liegt der Gemeinde eine erste Einschätzung der Kreisbehörde zu dem Projekt vor. Demnach gibt es etliche Hürden für den Antragsteller zu nehmen. So wird zu einem qualifizierten beziehungsweise vorhabenbezogenen Bebauungsplan geraten. Außerdem sei zu klären, ob das Vorhaben als gewerbliche Einrichtung oder als Sport- und Freizeitanlage gilt. Weitere geforderte Nachweise beziehen sich auf die gesicherte Erschließung, eine rechtlich gesicherte Zufahrt und die Erreichbarkeit für die Feuerwehr. Weitere Hausaufgaben, die der Investor abzuarbeiten hat, sind ein Stellplatznachweis sowie ein schalltechnisches Gutachten. Außerdem müsse sich der Leipziger mit der Landesdirektion in Verbindung setzen und klären, ob Ziele der Raumordnung eingehalten werden, berichtet Hanka Lesser. „Erhebliche Bedenken hat die Naturschutzbehörde geäußert“, fügt die Rathaus-Mitarbeiterin hinzu. Demnach liege das Gelände im Landschaftsschutzgebiet und müsse für das Vorhaben ausgegliedert werden. Eine ähnlich umstrittene Aktion hatte sich vor Jahren erst für die Errichtung des Macherner Golfplatzes nötig gemacht, für den ebenfalls große Teile vom Schutzstatus „befreit“ wurden.

Auch die Lage nahe der B 6 könnte sich als zusätzliche Schwierigkeit für die Paintballer erweisen. Eine schmale Zufahrt, die von der Bundesstraße zwischen Machern und Gerichshain Richtung Tresenwald abbiegt, wurde zwar zu DDR-Zeit massenhaft genutzt, wie sich Gemeinderat Dirk Strehle (CDU) erinnert. Heutzutage würden solche wilden Zufahrten aber anders beurteilt, wenn eine höherrangige Straße tangiert wird, gibt Hanka Lesser zu bedenken. „Demnach kann es durchaus sein, dass eine zusätzliche Abbiegespur gefordert wird, da sonst der Verkehr auf der B 6 zu stark beeinträchtigt würde.“ Ob der Investor unterm Strich bereit ist, alle diese Forderungen zu erfüllen, müsse man sehen. Auf jeden Fall soll der Leipziger erneut eingeladen werden. Dann erhoffen sich die Macherner Aufschluss darüber, ob Rötsch seinen Plan weiter verfolgt oder womöglich die Flinte ins Korn wirft.

Von Simone Prenzel

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