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Wurzen Idee der Inselbar lebt beim alljährlichen Parkfest in Thammenhain auf
Region Wurzen Idee der Inselbar lebt beim alljährlichen Parkfest in Thammenhain auf
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18:00 11.09.2016
Stände lockten im Thammenhainer Park zum Kaufen und Stöbern. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Lossatal/Thammenhain

Wenn der Heimatverein Thammenhain alljährlich zu seinem Parkfest und damit zum kulturellen Höhepunkt des Dorfes nahe der nordsächsischen Kreisgrenze einlädt, dann ist die Aufregung im Lossataler Ortsteil groß. In diesem Jahr reichte die Aufregung sogar bis in den Delitzscher Ortsteil Döbernitz, wo Franz Gottwald zu Hause ist. Aus der Zeitung hatte der Imker erfahren, dass das Thammenhainer Schloss einmal mehr an den vergangenen beiden Tagen die Kulisse für das Parkfest abgab. „Da packten mich die Kindheitserinnerungen, denn Anfang der 50er-Jahre habe ich für ein Schuljahr in dem Gebäude, das damals ein katholisches Kinderheim gewesen ist, verbracht, und deshalb habe ich mich für den Handwerker- und Flohmarkt angemeldet“, so der 73-Jährige. Denn seine Erinnerungen an diesen kurzen Lebensabschnitt seien durchweg positiver Natur. „Die Schwestern haben ein strenges Regime geführt, das mir aber sehr gut getan hat, denn meine schulischen Leistungen lagen in jenem Schuljahr deutlich über dem Durchschnitt der anderen Schuljahre“, erinnert sich der Bienenfachmann. „Und das Gebäude war damals schon ein Kleinod und ist es heute immer noch.“ Und bildet somit die ideale Kulisse für das Parkfest.

„Unser Dank geht an die Familie von Schönberg, bei der damals jene Bürger, die mit dem Ansinnen an sie herangetreten sind, im Park ein Fest zu veranstalten, auf offene Ohren gestoßen sind“, erinnert die Heimatvereins-Vorsitzende Petra Löll an die Anfänge der Festivität, die seither stets in abgewandelter Form vonstatten ging. Auch in diesem Jahr hatten sich die Heimatvereins-Akteure etwas Besonderes einfallen und die Tradition der Inselbar wieder aufleben lassen, zu der sich die Parkfestbesucher ab dem Sonnabendnachmittag mit einem kleinen Boot übersetzen lassen konnten. Bereits am Vormittag war das Fest mit einem Handwerker- und Flohmarkt gestartet, an den sich ein Familiennachmittag mit Strohhüpfburg, Kistenstapel-Wettbewerben, Klappstuhlkino, Knüppelkuchen am Lagerfeuer sowie Auftritten des Gospelchores und der Jagdhornbläser anschloss. Ein Konzert des Querflötenensembles der Musikschule „Neue Musik“ Leipzig sorgte am gestrigen Nachmittag für eine musikalische Abrundung des diesjährigen Thammenhainer Parkfestes, das laut Petra Löll auch im nächsten Jahr ganz oben auf der Vorhabenliste ihres Vereines steht.

Darüber hinaus habe man auch die anderen festen Punkte des Jahresprogramms wie die Frauentagsfeier, die Aufstellung des Maibaumes sowie Fußball- und Volleyball-Turniere für 2017 wieder in der Planung. „Die Details des nächstjährigen Programms werden wir in den kommenden Wochen festmachen“, so die Heimatvereins-Vorsitzende.

Von Roger Dietze

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